Im Juli 2026 waren 2.695 Menschen im Kreis Greiz arbeitslos gemeldet, 128 mehr als im Juni. Die Quote von 5,8 Prozent liegt unter dem Landeswert von Thüringen von 6,5 Prozent.
Gegenüber Juli 2025 hat die Zahl der Arbeitslosen um 217 abgenommen, das sind 7,5 Prozent weniger.
Ein Blick auf die Details zeigt: 1.139 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,5 Prozent. Die übrigen 1.556 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 3,4 Prozent.
Wie viele Menschen dem Arbeitsmarkt tatsächlich fehlen, zeigt erst die Unterbeschäftigung: 3.078 Personen beziehungsweise 6,6 Prozent. In diese Zahl fließen auch jene ein, die an einer Fördermaßnahme teilnehmen oder kurzzeitig krank sind — und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 306 der Arbeitslosen im Kreis Greiz jünger als 25 Jahre (47 mehr als im Vormonat). 1.080 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 40 Prozent aller Betroffenen. 1.156 sind 50 Jahre oder älter. 459 haben keinen deutschen Pass, 183 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Greiz in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Seit 2015 hat sich die Lage im Landkreis Greiz entspannt: von 7,6 auf 6,0 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 4,6 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 2.822 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Greiz?
Die Zahl ist gestiegen: 17 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Greiz Insolvenz an, nach durchschnittlich 12,8 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Zugleich wurden 38 Gewerbe mehr abgemeldet als angemeldet.
Arbeitsmarkt in Thüringen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.