4.230 Menschen waren im Juli 2026 in Ingolstadt arbeitslos gemeldet. Das sind 44 mehr als im Juni. Die Quote lag bei 5,0 Prozent — über dem Landeswert von Bayern von 4,1 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr fällt weniger günstig aus: Gegenüber Juli 2025 sind 406 Menschen mehr ohne Arbeit, ein Anstieg um 10,6 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 2.328 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,8 Prozent. Die übrigen 1.902 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 2,3 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 5.096 Personen beziehungsweise 6,0 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 429 der Arbeitslosen in Ingolstadt jünger als 25 Jahre. 1.021 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 24 Prozent aller Betroffenen. 1.144 sind 50 Jahre oder älter. 1.791 haben keinen deutschen Pass, 285 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Ingolstadt in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
In Ingolstadt ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 3,3 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 4,6 Prozent; am günstigsten war die Lage 2018 mit 2,9 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 3.807 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Ingolstadt?
Die Zahl ist gestiegen: 47 Unternehmen meldeten 2024 in Ingolstadt Insolvenz an, nach durchschnittlich 31,0 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 290 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.