Arbeitslosenquote in Kaiserslautern im Juli 2026: deutlich gestiegen

Kreis Kaiserslautern steht am Arbeitsmarkt besser da als Rheinland-Pfalz: 5,6 Prozent Arbeitslosenquote im Juli 2026 gegenüber 5,7 Prozent. Konkret waren 3.167 Menschen arbeitslos gemeldet, 98 mehr als noch im Juni.

Der Vergleich mit dem Vorjahr weist in dieselbe Richtung: Verglichen mit Juli 2025 sind 33 Menschen mehr ohne Arbeit — ein Plus von 1,1 Prozent.

Wer wird wie unterstützt? 1.641 Menschen bekommen Arbeitslosengeld, weil sie erst vor Kurzem ihren Job verloren haben (Quote: 2,9 Prozent). Etwa gleich viele – 1.526 – sind schon länger ohne Arbeit oder verdienen zu wenig zum Leben und beziehen deshalb Bürgergeld vom Jobcenter (Quote: 2,7 Prozent).

Wer auch Fördermaßnahmen und kurzzeitige Krankheitsfälle mitzählt, kommt auf eine Unterbeschäftigung von 3.696 Personen beziehungsweise 6,5 Prozent. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Wen es besonders trifft

Hinter der Gesamtzahl stehen sehr unterschiedliche Lebenslagen. 1.032 Menschen im Kreis Kaiserslautern sind seit einem Jahr oder länger ohne Arbeit, das entspricht 33 Prozent. 348 sind jünger als 25 Jahre (26 mehr als im Vormonat), 1.187 haben die 50 überschritten. 770 sind Ausländerinnen und Ausländer, 207 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Kaiserslautern in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Die Quote im Landkreis Kaiserslautern bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 5,3 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 5,4 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2018 (4,7 Prozent) und dem Höchstwert 2016 (5,5 Prozent) liegen 0,8 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 3.062 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Kaiserslautern?

Auffällig ist die Zahl nicht: 17 Unternehmensinsolvenzen 2024 im Landkreis Kaiserslautern entsprechen ziemlich genau dem Schnitt der fünf Jahre davor, der bei 17,0 Fällen liegt. Unter dem Strich kamen 122 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.