2.556 Menschen waren im Juli 2026 im Kreis Kelheim arbeitslos gemeldet. Das sind 117 mehr als im Juni. Die Quote lag bei 3,4 Prozent — unter dem Landeswert von Bayern von 4,1 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr fällt weniger günstig aus: Gegenüber Juli 2025 sind 152 Menschen mehr ohne Arbeit, ein Anstieg um 6,3 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 1.685 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,2 Prozent. Die übrigen 871 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 1,2 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 3.052 Personen beziehungsweise 4,0 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 312 der Arbeitslosen im Kreis Kelheim jünger als 25 Jahre (72 mehr als im Vormonat). 619 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 24 Prozent aller Betroffenen. 1.051 sind 50 Jahre oder älter. 868 haben keinen deutschen Pass, 222 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Kelheim in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Im Landkreis Kelheim ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 2,6 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 3,4 Prozent; am günstigsten war die Lage 2018 mit 2,3 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 2.521 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Kelheim?
2024 gab es im Landkreis Kelheim 19 Unternehmensinsolvenzen und damit etwas mehr als die durchschnittlich 16,8 Fälle der fünf Jahre zuvor. Unter dem Strich kamen 69 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.