Arbeitslosenquote in Lüchow-Dannenberg im Juli 2026: deutlich gestiegen

Am Arbeitsmarkt im Kreis Lüchow-Dannenberg hat sich die Lage im Juli 2026 deutlich angespannt: 1.749 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 90 mehr als im Juni. Mit 7,5 Prozent liegt die Quote über dem Landeswert von Niedersachsen von 6,2 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr kehrt sich das Vorzeichen um: 17 Arbeitslose weniger gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Rückgang von 1,0 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 505 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,2 Prozent. Für die größere Gruppe von 1.244 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 5,3 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 2.025 Menschen und 8,5 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit im Kreis Lüchow-Dannenberg trifft. 202 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (46 mehr als im Vormonat), 670 sind 50 Jahre oder älter. 795 Menschen und damit 45 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 321 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 133 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Lüchow-Dannenberg in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Seit 2015 hat sich die Lage im Landkreis Lüchow-Dannenberg entspannt: von 8,5 auf 7,7 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 7,3 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 1.803 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Lüchow-Dannenberg?

Die Zahl ist gestiegen: 14 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Lüchow-Dannenberg Insolvenz an, nach durchschnittlich 7,6 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 45 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen. Bei so kleinen Zahlen verschiebt schon ein einzelner größerer Fall das Bild.

Arbeitsmarkt in Niedersachsen im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.