Arbeitslosenquote im Neckar-Odenwald-Kreis im Juli 2026: spürbar gestiegen

Neckar-Odenwald-Kreis steht am Arbeitsmarkt besser da als Baden-Württemberg: 4,2 Prozent Arbeitslosenquote im Juli 2026 gegenüber 4,6 Prozent. Konkret waren 3.394 Menschen arbeitslos gemeldet, 77 mehr als noch im Juni.

Der Vergleich mit dem Vorjahr weist in dieselbe Richtung: Verglichen mit Juli 2025 sind 80 Menschen mehr ohne Arbeit — ein Plus von 2,4 Prozent.

Wer wird wie unterstützt? 1.866 Menschen bekommen Arbeitslosengeld, weil sie erst vor Kurzem ihren Job verloren haben (Quote: 2,3 Prozent). Etwas weniger – 1.528 – sind schon länger ohne Arbeit oder verdienen zu wenig zum Leben und beziehen deshalb Bürgergeld vom Jobcenter (Quote: 1,9 Prozent).

Wer auch Fördermaßnahmen und kurzzeitige Krankheitsfälle mitzählt, kommt auf eine Unterbeschäftigung von 4.221 Personen beziehungsweise 5,1 Prozent. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Wen es besonders trifft

Hinter der Gesamtzahl stehen sehr unterschiedliche Lebenslagen. 1.000 Menschen im Neckar-Odenwald-Kreis sind seit einem Jahr oder länger ohne Arbeit, das entspricht 29 Prozent. 355 sind jünger als 25 Jahre (39 mehr als im Vormonat), 1.361 haben die 50 überschritten. 938 sind Ausländerinnen und Ausländer, 391 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Neckar-Odenwald-Kreis in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Die Quote im Neckar-Odenwald-Kreis bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 3,8 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 4,1 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (3,0 Prozent) und dem Höchstwert 2025 (4,1 Prozent) liegen 1,1 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 3.337 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Neckar-Odenwald-Kreis?

Die Zahl ist gestiegen: 34 Unternehmen meldeten 2024 im Neckar-Odenwald-Kreis Insolvenz an, nach durchschnittlich 22,4 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 196 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.