Arbeitslosenquote in Neustadt an der Weinstraße im Juli 2026: spürbar gestiegen

Neustadt an der Weinstraße steht am Arbeitsmarkt schlechter da als Rheinland-Pfalz: 6,8 Prozent Arbeitslosenquote im Juli 2026 gegenüber 5,7 Prozent. Konkret waren 1.999 Menschen arbeitslos gemeldet, 31 mehr als noch im Juni.

Der Vergleich mit dem Vorjahr weist in dieselbe Richtung: Verglichen mit Juli 2025 sind 15 Menschen mehr ohne Arbeit — ein Plus von 0,8 Prozent.

Wer wird wie unterstützt? 795 Menschen bekommen Arbeitslosengeld, weil sie erst vor Kurzem ihren Job verloren haben (Quote: 2,7 Prozent). Deutlich mehr – 1.204 – sind schon länger ohne Arbeit oder verdienen zu wenig zum Leben und beziehen deshalb Bürgergeld vom Jobcenter (Quote: 4,1 Prozent).

Wer auch Fördermaßnahmen und kurzzeitige Krankheitsfälle mitzählt, kommt auf eine Unterbeschäftigung von 2.436 Personen beziehungsweise 8,2 Prozent. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Wen es besonders trifft

Hinter der Gesamtzahl stehen sehr unterschiedliche Lebenslagen. 709 Menschen in Neustadt an der Weinstraße sind seit einem Jahr oder länger ohne Arbeit, das entspricht 35 Prozent. 294 sind jünger als 25 Jahre (16 mehr als im Vormonat), 612 haben die 50 überschritten. 689 sind Ausländerinnen und Ausländer, 91 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Neustadt an der Weinstraße in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

In Neustadt an der Weinstraße ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 5,5 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 6,8 Prozent; am günstigsten war die Lage 2018 mit 5,0 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 1.984 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Neustadt an der Weinstraße?

Die Zahl ist gestiegen: 15 Unternehmen meldeten 2024 in Neustadt an der Weinstraße Insolvenz an, nach durchschnittlich 9,0 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 45 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.