7.640 Menschen waren im Juli 2026 im Kreis Nordsachsen arbeitslos gemeldet. Das sind 296 mehr als im Juni. Die Quote lag bei 7,2 Prozent — genau auf dem Landeswert von Sachsen (7,2 Prozent).
Der Blick auf das Vorjahr fällt weniger günstig aus: Gegenüber Juli 2025 sind 277 Menschen mehr ohne Arbeit, ein Anstieg um 3,8 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 3.044 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,9 Prozent. Die übrigen 4.596 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 4,3 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 8.832 Personen beziehungsweise 8,2 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 920 der Arbeitslosen im Kreis Nordsachsen jünger als 25 Jahre (113 mehr als im Vormonat). 3.083 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 40 Prozent aller Betroffenen. 3.044 sind 50 Jahre oder älter. 1.366 haben keinen deutschen Pass, 443 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Nordsachsen in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Seit 2015 hat sich die Lage im Landkreis Nordsachsen entspannt: von 9,3 auf 6,8 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 6,2 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 7.309 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Nordsachsen?
Die Zahl ist gestiegen: 29 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Nordsachsen Insolvenz an, nach durchschnittlich 21,8 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 13 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Sachsen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.