Am Arbeitsmarkt im Kreis Ostprignitz-Ruppin hat sich die Lage im Juli 2026 leicht angespannt: 3.523 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 30 mehr als im Juni. Mit 6,9 Prozent liegt die Quote über dem Landeswert von Brandenburg von 6,4 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich kaum etwas bewegt: 2 Arbeitslose mehr als im Juli 2025 entsprechen einem Plus von 0,1 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.300 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,6 Prozent. Für die größere Gruppe von 2.223 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 4,4 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 4.305 Menschen und 8,4 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit im Kreis Ostprignitz-Ruppin trifft. 396 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (26 mehr als im Vormonat), 1.285 sind 50 Jahre oder älter. 1.351 Menschen und damit 38 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 576 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 222 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Seit 2015 hat sich die Lage im Landkreis Ostprignitz-Ruppin entspannt: von 9,3 auf 7,0 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 6,2 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 3.594 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Ostprignitz-Ruppin?
Die Zahl ist gestiegen: 22 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Ostprignitz-Ruppin Insolvenz an, nach durchschnittlich 12,8 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 59 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Brandenburg im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.