Arbeitslosenquote in Regensburg im Juli 2026: leicht gestiegen

Am Arbeitsmarkt im Kreis Regensburg hat sich die Lage im Juli 2026 leicht angespannt: 3.810 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 36 mehr als im Juni. Mit 3,2 Prozent liegt die Quote unter dem Landeswert von Bayern von 4,1 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 164 zusätzliche Arbeitslose gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Zuwachs von 4,5 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 2.313 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,0 Prozent. Für die kleinere Gruppe von 1.497 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 1,3 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 4.617 Menschen und 3,9 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit im Kreis Regensburg trifft. 465 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (74 mehr als im Vormonat), 1.461 sind 50 Jahre oder älter. 950 Menschen und damit 25 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 1.119 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 390 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Regensburg in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Im Landkreis Regensburg ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 2,2 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 3,1 Prozent; am günstigsten war die Lage 2018 mit 1,8 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 3.669 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Regensburg?

Die Zahl ist gestiegen: 41 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Regensburg Insolvenz an, nach durchschnittlich 32,2 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 357 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.

Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.