Arbeitslosenquote in Rosenheim im Juli 2026: spürbar gesunken

1.957 Menschen waren im Juli 2026 in Rosenheim arbeitslos gemeldet. Das sind 27 weniger als im Juni. Die Quote lag bei 5,0 Prozent — über dem Landeswert von Bayern von 4,1 Prozent.

Der Blick auf das Vorjahr fällt weniger günstig aus: Gegenüber Juli 2025 sind 40 Menschen mehr ohne Arbeit, ein Anstieg um 2,1 Prozent.

Ein Blick auf die Details zeigt: 1.032 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,7 Prozent. Die übrigen 925 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 2,4 Prozent.

Die Unterbeschäftigung liegt mit 2.326 Personen beziehungsweise 5,9 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.

Wer ist betroffen?

Im Juli waren 173 der Arbeitslosen in Rosenheim jünger als 25 Jahre (12 mehr als im Vormonat). 540 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 28 Prozent aller Betroffenen. 694 sind 50 Jahre oder älter. 768 haben keinen deutschen Pass, 168 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Rosenheim in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Die Quote in Rosenheim bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 5,1 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 5,2 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (3,9 Prozent) und dem Höchstwert 2020 (5,2 Prozent) liegen 1,3 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 1.957 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Rosenheim?

Auffällig ist die Zahl nicht: 16 Unternehmensinsolvenzen 2024 in Rosenheim entsprechen ziemlich genau dem Schnitt der fünf Jahre davor, der bei 15,8 Fällen liegt. Zugleich wurden 79 Gewerbe mehr abgemeldet als angemeldet.

Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.