Arbeitslosenquote in Speyer im Juli 2026: spürbar gestiegen

Am Arbeitsmarkt in Speyer hat sich die Lage im Juli 2026 spürbar angespannt: 1.629 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 40 mehr als im Juni. Mit 6,0 Prozent liegt die Quote knapp über dem Landeswert von Rheinland-Pfalz von 5,7 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr kehrt sich das Vorzeichen um: 70 Arbeitslose weniger gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Rückgang von 4,1 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 682 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,5 Prozent. Für die größere Gruppe von 947 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 3,5 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 1.987 Menschen und 7,2 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Speyer trifft. 130 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre, 597 sind 50 Jahre oder älter. 539 Menschen und damit 33 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 467 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 101 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Speyer in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Die Quote in Speyer bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 6,2 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 6,1 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2018 (5,6 Prozent) und dem Höchstwert 2020 (6,6 Prozent) liegen 1,0 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 1.654 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Speyer?

Die Zahl ist gestiegen: 12 Unternehmen meldeten 2024 in Speyer Insolvenz an, nach durchschnittlich 8,2 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 50 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen. Bei so kleinen Zahlen verschiebt schon ein einzelner größerer Fall das Bild.

Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.