24.646 Menschen waren im Juli 2026 in der Städteregion Aachen arbeitslos gemeldet. Das sind 431 mehr als im Juni. Die Quote lag bei 7,7 Prozent — knapp unter dem Landeswert von Nordrhein-Westfalen von 7,9 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr fällt günstiger aus: Gegenüber Juli 2025 sind 554 Menschen weniger ohne Arbeit, ein Rückgang um 2,2 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 8.765 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,8 Prozent. Die übrigen 15.881 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 5,0 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 28.552 Personen beziehungsweise 8,9 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 2.196 der Arbeitslosen in der Städteregion Aachen jünger als 25 Jahre (212 mehr als im Vormonat). 9.196 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 37 Prozent aller Betroffenen. 8.015 sind 50 Jahre oder älter. 8.660 haben keinen deutschen Pass, 1.203 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in der Städteregion Aachen in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Seit 2015 hat sich die Lage in der Städteregion Aachen entspannt: von 8,5 auf 7,8 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 6,9 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 24.645 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in der Städteregion Aachen?
Auffällig ist die Zahl nicht: 137 Unternehmensinsolvenzen 2024 in der Städteregion Aachen entsprechen ziemlich genau dem Schnitt der fünf Jahre davor, der bei 126,4 Fällen liegt. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 438 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.
Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.