Am Arbeitsmarkt im Kreis Starnberg hat sich die Lage im Juli 2026 spürbar angespannt: 2.768 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 46 mehr als im Juni. Mit 3,8 Prozent liegt die Quote knapp unter dem Landeswert von Bayern von 4,1 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 156 zusätzliche Arbeitslose gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Zuwachs von 6,0 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.772 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,4 Prozent. Für die kleinere Gruppe von 996 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 1,4 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 3.289 Menschen und 4,5 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit im Kreis Starnberg trifft. 202 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (30 mehr als im Vormonat), 1.174 sind 50 Jahre oder älter. 663 Menschen und damit 24 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 973 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 164 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Starnberg in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Im Landkreis Starnberg ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 2,9 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 3,7 Prozent; am günstigsten war die Lage 2019 mit 2,4 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 2.693 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Starnberg?
Die Zahl ist gestiegen: 35 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Starnberg Insolvenz an, nach durchschnittlich 27,2 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 91 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.