Arbeitslosenquote in Stuttgart im Juli 2026: spürbar gesunken

Am Arbeitsmarkt in Stuttgart hat sich die Lage im Juli 2026 spürbar entspannt: 24.523 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 255 weniger als im Juni. Mit 7,0 Prozent liegt die Quote deutlich über dem Landeswert von Baden-Württemberg von 4,6 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr kehrt sich das Vorzeichen um: 932 zusätzliche Arbeitslose gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Zuwachs von 4,0 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 8.629 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,4 Prozent. Für die größere Gruppe von 15.894 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 4,5 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 29.320 Menschen und 8,2 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Stuttgart trifft. 1.950 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre, 7.952 sind 50 Jahre oder älter. 10.272 Menschen und damit 42 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 12.401 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 1.086 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Stuttgart in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

In Stuttgart ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 5,5 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 6,6 Prozent; am günstigsten war die Lage 2019 mit 4,1 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 23.366 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Stuttgart?

Die Zahl ist gestiegen: 148 Unternehmen meldeten 2024 in Stuttgart Insolvenz an, nach durchschnittlich 109,0 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 1.150 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.

Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.