Arbeitslosenquote in Wolfsburg im Juli 2026: spürbar gestiegen

Am Arbeitsmarkt in Wolfsburg hat sich die Lage im Juli 2026 spürbar angespannt: 5.072 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 84 mehr als im Juni. Mit 7,4 Prozent liegt die Quote über dem Landeswert von Niedersachsen von 6,2 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 426 zusätzliche Arbeitslose gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Zuwachs von 9,2 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.954 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,9 Prozent. Für die größere Gruppe von 3.118 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 4,6 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 6.156 Menschen und 8,9 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Wolfsburg trifft. 557 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (52 mehr als im Vormonat), 1.234 sind 50 Jahre oder älter. 1.508 Menschen und damit 30 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 2.284 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 210 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Wolfsburg in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

In Wolfsburg ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 4,7 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 6,6 Prozent; am günstigsten war die Lage 2019 mit 4,5 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 4.511 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Wolfsburg?

Die Zahl ist gestiegen: 22 Unternehmen meldeten 2024 in Wolfsburg Insolvenz an, nach durchschnittlich 12,8 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 171 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Niedersachsen im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.