Arbeitslosenquote in Zwickau im Juli 2026: spürbar gestiegen

Am Arbeitsmarkt im Kreis Zwickau hat sich die Lage im Juli 2026 spürbar angespannt: 10.236 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 118 mehr als im Juni. Mit 6,4 Prozent liegt die Quote unter dem Landeswert von Sachsen von 7,2 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 365 zusätzliche Arbeitslose gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Zuwachs von 3,7 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 4.253 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,7 Prozent. Für die größere Gruppe von 5.983 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 3,8 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 12.432 Menschen und 7,7 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit im Kreis Zwickau trifft. 1.140 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (116 mehr als im Vormonat), 3.816 sind 50 Jahre oder älter. 3.603 Menschen und damit 35 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 2.384 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 716 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Zwickau in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Seit 2015 hat sich die Lage im Landkreis Zwickau entspannt: von 6,9 auf 6,1 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 4,5 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 9.774 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Zwickau?

2024 gab es im Landkreis Zwickau 49 Unternehmensinsolvenzen und damit etwas mehr als die durchschnittlich 41,8 Fälle der fünf Jahre zuvor. Unter dem Strich kamen 91 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Sachsen im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.