Arztpraxis ausgeräumt, Senior um 40.000 Euro betrogen – Wittenberg im Polizeibericht

(Symbolbild)

In Wittenberg und Umgebung beschäftigte die Polizei in der Nacht vom 22. zum 23. Oktober sowie am 23. Oktober eine Reihe von Straftaten und Verkehrsunfällen.

Einbruch in Arztpraxis

In der Nacht vom 22. zum 23. Oktober drangen Unbekannte in eine Arztpraxis in Jessen ein. Sie schlugen eine Fensterscheibe ein und hebelten eine Schranktür auf. Aus dem Schrank stahlen sie zwei Behältnisse mit Bargeld; wie viel Geld es war, ist nicht bekannt. Am Tatort wurden Spuren gesichert. Die Polizei ermittelt.

Betrug am Telefon – 40.000 Euro erbeutet

Am 22. Oktober gegen 18:30 Uhr fiel ein 88-Jähriger aus Gräfenhainichen auf einen Schockanruf herein. Ein Unbekannter gab vor, ein Arzt aus einem Krankenhaus zu sein, in dem die Tochter des Seniors nach einem schweren Verkehrsunfall psychologisch betreut werden müsse. Der Anrufer spielte dem Senior auch ein Telefonat vor, in dem eine Frau sprach, die sich wie seine Tochter anhörte und den Unfall bestätigte. Nach einer Befragung des Seniors über seine Wertgegenstände einigten sich die Betrüger mit ihm auf eine Bargeldzahlung von 40.000 Euro. Der Senior übergab das Geld kurz darauf vor seiner Haustür an eine unbekannte Frau. Erst danach rief er seine Tochter an und erkannte, dass er betrogen worden war. Die Polizei ermittelt.

Mann mit Axt zerstört Verkehrssignale

Am 22. Oktober gegen 17:15 Uhr zerstörte ein Mann mit einer Axt einen Taster an der Lichtzeichenanlage an der Kreuzung Annendorfer Straße/Teucheler Weg. Ein Zeuge beobachtete die Tat, verständigte die Polizei und verfolgte den Täter bis zur Straße der Befreiung. Dort schlug der Mann auch gegen die Fassade eines Trafohäuschens und beschädigte sie. Polizeibeamte fanden den 26-Jährigen daraufhin in einem Mehrfamilienhaus in der Straße der Befreiung. Nach Aufforderung legte er die Axt ab und kooperierte. Ein Alkoholtest zeigte einen Wert von fast 1,4 Promille. Als Grund für die Sachbeschädigungen gab er Wut und Hass auf die Stadt an. Die Polizei ermittelt gegen ihn.

Verkehrsunfälle im Jessener Land

Am 23. Oktober gegen 08:20 Uhr fuhr eine 61-jährige Autofahrin mit ihrem Skoda auf der Kremitzer Dorfstraße im Jessener Ortsteil Kremitz gegen eine Verkehrsinsel. Nach ihren Angaben wurde sie von der Sonne geblendet. Der Sachschaden wird auf 5.000 Euro geschätzt.

In der Lerchenbergstraße in Wittenberg parkte am 23. Oktober gegen 10 Uhr eine 71-jährige Fahrerin mit ihrem Audi rückwärts aus einer Parkfläche auf die Straße. Dabei fuhr sie gegen einen VW, der verkehrsbedingt hinter ihr stand. Sie rangierte vorwärts und fuhr ein zweites Mal rückwärts gegen denselben VW. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden von jeweils 1.000 Euro.

Auf der Landstraße 121 zwischen Hundeluft und Ragösen fuhr am 23. Oktober gegen 02 Uhr ein 68-jähriger Autofahrer mit seinem Ford gegen ein Reh. Das Tier war schwer verletzt und musste am Unfallort erschossen werden. Der Sachschaden am Auto wird auf 2.500 Euro geschätzt.

Verkehrskontrollen und Ordnungswidrigkeiten

Bei einer Kontrolle in Bad Schmiedeberg wurde eine 35-jährige Fahrerin mit ihrem Kia überprüft. Die Polizei stellte fest, dass der Wagen nicht mehr versichert war. Zudem zeigte die Fahrerin Symptome, die auf Drogenkonsum hindeuteten. Sie lehnte einen Test ab, weshalb die Polizei eine Blutprobenentnahme anordnete und durchführte. Die Fahrerin darf nicht mehr weiterfahren; die Polizei ermittelt.

Auf der Bundesstraße 107 in Höhe der Mescheider Straße in Gräfenhainichen kontrollierte die Polizei zwischen 16:45 und 17:45 Uhr die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h. Die Beamten stellten fünf Verstöße fest. Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug 71 km/h.


Wie die Nachbarkreise dastehen

Im Landkreis Wittenberg kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 891 Betrugsfälle. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen in Dessau-Roßlau aus: 1.016 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 783.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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