Ein vermeintlicher Raubüberfall hat am Dienstag eine Verkehrskontrolle in Bad Schwartau unterbrochen und zu gleich zwei Ermittlungsverfahren geführt. Die Polizei geht davon aus, dass der Notruf bewusst falsch abgesetzt wurde.
Gegen 11:40 Uhr kontrollierten Beamte des Polizeireviers Bad Schwartau einen Pkw mit mehreren Insassen im Bereich der Elisabethstraße. Dabei ergab sich der Verdacht, dass der 20-jährige Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Die anderen Fahrgäste wurden vor Ort entlassen.
Während die Kontrolle noch lief, ging bei der Regionalleitstelle ein Notruf ein: Eine ältere Frau sollte auf dem Markplatz in Bad Schwartau unter Vorhalt eines Messers ausgeraubt werden. Die Beamten unterbrachen daraufhin sofort die Verkehrskontrolle und fuhren zum angegebenen Tatort.
Vor Ort fanden sie weder eine geschädigte Person noch Anhaltspunkte für eine Straftat. Bei den weiteren Ermittlungen kam der Verdacht auf, dass der Notruf möglicherweise absichtlich abgesetzt worden war, um die laufende Kontrolle zu unterbrechen.
Die Ermittlungen führten zu einem 17-Jährigen, der sich zuvor im kontrollierten Fahrzeug befunden hatte. Die Beamten stellten sein Mobiltelefon als Beweismittel sicher.
Gegen den Jugendlichen wird jetzt wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen und der Vortäuschung einer Straftat ermittelt. Gegen den 20-jährigen Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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