Ein 17-jähriger E-Scooter-Fahrer aus Kelkheim hat am Samstagabend in Bad Soden am Taunus einen schweren Verkehrsunfall verursacht. An der Kreuzung Sperberstraße/Lerchenweg missachtete der Jugendliche die Vorfahrt eines PKW-Fahrers aus Bad Soden und wurde frontal auf die Motorhaube geladen.
Der Unfall ereignete sich um 18:34 Uhr, als der 17-Jährige den Lerchenweg aus Richtung Falkenstraße in Richtung Sperberstraße befuhr. Dabei beförderte er verbotenerweise eine zweite Person – einen 16-jährigen Sozius – auf dem E-Scooter. Der PKW-Fahrer kam aus Richtung Drosselweg über den Sperberweg und hatte an der durch „rechts vor links“ geregelten Kreuzung Vorfahrt.
Beide Jugendliche auf dem E-Scooter verletzten sich bei dem Zusammenstoß und wurden von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht. Der PKW-Fahrer blieb unverletzt, sein Fahrzeug war jedoch nicht mehr fahrbereit.
Die Ermittlungen der Polizei förderten weitere Straftaten zutage: Der 17-jährige Unfallverursacher gab zu, unter Drogeneinfluss gestanden zu haben und den E-Scooter zuvor entwendet zu haben. Zudem war das Fahrzeug nicht versichert. Nach einer Blutentnahme im Krankenhaus wurde der Jugendliche entlassen und muss sich nun wegen mehrerer Straftaten verantworten.
In einem zweiten Fall hielt eine Gruppe Jugendlicher die Polizei Hofheim in der Nacht von Sonntag mit Notrufmissbräuchen auf Trab. Zwischen 02:30 Uhr und 05:00 Uhr gingen bei der Rettungsleitstelle des Main-Taunus-Kreises mehrere Notrufe ein, in denen eine Person Feuer oder verdächtige Personen mit gefährlichen Gegenständen in der Egerstraße in Hattersheim meldete.
Die Polizei überprüfte alle Meldungen mit negativen Ergebnissen. Eine Streife konnte schließlich in einer Wohnung in der gemeldeten Gegend eine Gruppe Jugendlicher ausfindig machen, aus der die falschen Notrufe stammten. Das Mobiltelefon eines 17-Jährigen aus Buchen (Baden-Württemberg), der zu Besuch war, stellten die Beamten sicher. Der Jugendliche muss sich wegen Missbrauchs von Notrufen verantworten.