Betrüger als Arzt und Polizist: Zwei Senioren durchschauen Betrugsmaschen

(Symbolbild)

Am 27. Oktober 2026 haben Betrüger in Mönchengladbach versucht, zwei Senioren am Telefon um ihr Geld zu bringen. In beiden Fällen gaben sich die Anrufer als Amtspersonen aus – doch die Angerufenen erkannten die verdächtigen Situationen und ließen sich nicht täuschen.

Eine 76-Jährige erhielt einen Anruf von jemandem, der sich als Arzt ausgab. Er behauptete, ihre Tochter habe einen Verkehrsunfall verursacht. Die Seniorin müsse jetzt Gold oder Geld suchen, um eine Kaution zu bezahlen, sonst komme ihre Tochter ins Gefängnis. Nach dem Telefonat sprach die 76-Jährige mit einem Bekannten, der ihr riet, die Polizei zu verständigen. Eine Geldübergabe fand nicht statt.

Im zweiten Fall rief jemand an, der sich als Polizist ausgab, und erreichte einen 93-Jährigen. Der vermeintliche Beamte behauptete, der Sohn des Mannes sitze nach einem Verkehrsunfall bei der Staatsanwaltschaft. Der Senior solle 50.000 Euro bezahlen, um seinen Sohn freizukaufen. Dem 93-Jährigen kam die Geschichte verdächtig vor. Er nutzte ein zweites Telefon und wählte den Notruf 110. Die Beamten der Leitstelle rieten ihm, das andere Telefonat sofort zu beenden. Eine Polizeistreife fuhr zur Örtlichkeit. Auch in diesem Fall blieb es beim Betrugsversuch.

So schützen Sie sich vor Schockanrufen

Die Polizei warnt vor solchen Betrugsanrufen. Die Täter setzen ihre Opfer gezielt unter Druck und nutzen die Sorge um Familienangehörige aus, um hohe Geldbeträge oder Wertgegenstände zu fordern. Legen Sie sofort auf – das ist nicht unhöflich, sondern gibt Ihnen Gelegenheit, durchzuatmen und sich neu zu orientieren. Kontaktieren Sie die angeblich betroffene Person oder jemanden Ihrem Vertrauen unter einer Telefonnummer, die Sie kennen. Geben Sie niemals Kontodaten an Unbekannte weiter und übergeben Sie keine Wertgegenstände. Wählen Sie den Notruf 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.


Betrugsfälle in Mönchengladbach: der Vergleich mit Land und Bund

In Mönchengladbach zählte die Polizei 2025 2.833 Betrugsfälle, das sind 1.060 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unsere Stadt schlechter als im Landesschnitt, wo 946 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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