Mit einem Anruf haben Betrüger eine Seniorin in Heidenheim um Bargeld gebracht. Am Mittwochabend meldete sich ein Anrufer, der sich als Polizist ausgab, und behauptete, eine Angehörige der Frau habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Die Angehörige müsse zur Vermeidung von Konsequenzen sofort eine Kaution von mehreren zehntausend Euro bezahlen. Die verunsicherte Seniorin glaubte der Geschichte und übergab daraufhin einem unbekannten Geldabholer das Bargeld, das sie zu Hause hatte.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Diese Art der Betrügerei wird „Schockanruf“ genannt: Kriminelle geben sich am Telefon als Verwandte, Polizeibeamte oder Rechtsanwälte aus und erfinden Notsituationen – etwa einen Verkehrsunfall, bei dem ein Familienmitglied sofort operiert werden muss. Die angebliche Operation könne nur bar bezahlt werden. Immer wieder fallen Menschen auf solche Maschen herein, obwohl viele Angerufene die Betrügereien mittlerweile durchschauen.
So schützen Sie sich vor Telefonbetrügern
Die Polizei gibt folgende Verhaltenstipps: Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und legen Sie den Hörer auf – wer sich nicht auf ein Gespräch einlässt, kann auch nicht hereingefallen werden. Werden Sie misstrauisch bei Geldfordernungen oder Fragen zu persönlichen Daten. Legen Sie zuerst auf und wählen Sie dann selbst die 110, um den Sachverhalt zu melden. Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre finanziellen Verhältnisse. Wenn Sie in öffentlichen Telefonverzeichnissen stehen, lassen Sie sich streichen oder veranlassen Sie, dass nur Ihre Initialen genannt werden – Betrüger suchen gezielt nach Vornamen, die auf ältere Menschen hindeuten. Beraten Sie sich mit Familie oder vertrauten Personen, bevor Sie Geld ausgeben. Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an Unbekannte. Geben Sie diese Tipps an Familie und Freunde weiter.
Weitere Informationen zum Schutz vor Telefonbetrügern finden Sie in der Broschüre „Vorsicht, Abzocke!“ bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder unter www.polizei-beratung.de. Das Polizeipräsidium Ulm hat zusammen mit der Landesprävention eine zehnteilige Clipreihe produziert, in der verschiedene Betrugsmethoden erläutert werden: https://www.youtube.com/playlist?list=PLHlto8FZiDxtThWg_QGl0xlDImmVjebf8
Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden
Von 674 Betrugsfällen im Landkreis Heidenheim konnte die Polizei 2025 489 aufklären, das sind 72,6 Prozent. Damit steht unser Kreis fast genauso wie das Land, wo 66,1 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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