Unbekannte haben seit März 2025 einen 73 Jahre alten Mann um mehrere 100.000 Euro betrogen. Der Mann war über Soziale Medien auf Krypto-Investitionen aufmerksam geworden und hatte anschließend über einen vermeintlichen Steuerberater Kontakt aufgenommen.
Über einen Messengerdienst erhielt der 73-Jährige wiederholt die Anweisung, Geld an verschiedene IBANs zu überweisen. Die Täter täuschten ihm Gewinne vor und brachten ihn dazu, insgesamt rund 250.000 Euro zu überweisen. Schließlich bemerkte er den Betrug und erstattete Anzeige.
So funktioniert die Betrugsmasche
Der Betrug beim Online-Trading beginnt meist mit verlockenden Versprechungen hoher Renditen. Über Werbung oder bei der gezielten Suche nach Investitionsmöglichkeiten im Internet, besonders im Bereich der Kryptowährungen, können Betroffene auf betrügerische Angebote stoßen.
In der Regel werden Interessenten zu einer einfachen Registrierung auf einer professionell und seriös wirkenden Plattform eingeladen. Nach der Anmeldung kontaktiert eine angebliche Brokerin oder ein angeblicher Broker. Sie werden gedrängt, eine geringe Erstinvestition zu tätigen, die sofort erfolgreich ist und schnelle Gewinne erbringt. Gelegentlich erhalten Anleger sogar kleinere Auszahlungen. Die Geldanlagen können in Echtzeit über den Onlinezugang nachverfolgt werden. Die anfänglichen Erfolge und das intensive Einwirken der Brokerin oder des Brokers durch massive Telefonanrufe oder Messengernachrichten verleiten dazu, noch mehr Geld zu investieren.
Doch sobald die Auszahlung der Gewinne gefordert wird, beginnen die Probleme: Die Auszahlung wird seitens der Trading-Plattform abgelehnt, die Geldanlagen hätten sich derart verschlechtert, dass ein Totalverlust eingetreten wäre. Die Online-Plattform ist nicht mehr erreichbar oder existiert nicht mehr. Oder die Brokerin oder der Broker fordert immer weitere Geldbeträge wie Gebühren oder Gewinnsteuer, um die Gewinnauszahlung anzuweisen.
Tipps zum Schutz vor Online-Trading-Betrug
Seien Sie misstrauisch bei Versprechen auf hohe Renditen mit wenig Risiko. Informieren Sie sich genau über die Trading-Plattform, bevor Sie sich anmelden oder Geld überweisen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um das Angebot in Ruhe zu prüfen und zu bewerten. Geben Sie keine vertraulichen Daten wie Zugangsdaten zum Online-Banking oder zum Depot preis. Übermitteln Sie keine Kopien Ihrer Ausweisdokumente oder Zahlungskarten. Erlauben Sie keiner fremden Person einen Remote-Zugang zu Ihrem Rechner. Nutzen Sie den Service der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg oder einer unabhängigen Finanzberatung und lassen Sie Angebote prüfen. Im Betrugsfall wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Strafanzeige.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.polizei-beratung.de
Wie sich die Zahlen entwickelt haben
Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Baden-Württemberg um 9,1 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 74.294 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 66,1 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Baden-Württemberg
Auch aus Baden-Württemberg:
Mehr Polizeimeldungen: