Betrüger geben sich als Banker und Polizisten aus – Kiel und Plön im Visier

(Symbolbild)

Betrüger treiben in Kiel und im Kreis Plön ihr Unwesen: Sie rufen Bürger an, geben sich als Bankmitarbeiter oder Polizeibeamte aus und ergaunern auf diese Weise Bankkarten und Geheimzahlen. Gestern kam es zu mehreren Fällen dieser Masche – mit teilweise erheblichen Vermögensschäden für die Opfer.

So funktioniert der Betrug: Die Anrufer behaupten gegenüber den Geschädigten, es habe verdächtige Abbuchungen oder Manipulationen auf deren Konten stattgefunden. Um das Vermögen angeblich zu schützen, fordern sie die Herausgabe der Bankkarte sowie die Mitteilung der persönlichen Geheimzahl (PIN) auf. Die Täter holen die Karten anschließend an den Wohnadressen der Opfer ab – und räumen deren Konten ab.

Das ist nicht das erste Mal, dass diese Betrugsmasche im Großraum Kiel aktiv ist. Bereits Anfang Juli hatte es gleichgelagerte Taten gegeben. Damals gaben sich die Betrüger ebenfalls als Bankmitarbeiter aus, holten unter verschiedenen Vorwänden Bankkarten ab und hoben danach Bargeld von den Konten der Geschädigten ab.

Die Kieler Polizei warnt eindringlich: Weder echte Polizeibeamte noch Mitarbeiter von Banken oder Sparkassen werden Sie jemals anrufen oder persönlich aufsuchen und Sie auffordern, Ihre Bankkarte herauszugeben oder Ihre PIN preiszugeben. Sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, legen Sie sofort auf. Geben Sie Ihre Bankkarte, PIN oder andere Zugangsdaten niemals an Unbekannte heraus – egal in welcher Form der Kontakt erfolgt.

Wer bereits Opfer dieser Betrugsmasche geworden ist oder seine Bankkarte bereits übergeben hat, sollte sofort den Notruf 110 wählen. Nur wenn die Polizei schnell informiert wird, können Fahndungsmaßnahmen eingeleitet und die Täter möglicherweise noch gefasst oder weitere Geldabhebungen gestoppt werden. Zeugen, die Angaben zur Tat oder zum Täter machen können, werden gebeten, das Kommissariat 14 der Bezirkskriminalinspektion Kiel unter 0431 / 160 3333 zu kontaktieren.

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