Betrüger geben sich als Behörden aus – 70-Jähriger zeigt Masche an

(Symbolbild)

In Wittenberg hat sich in der vergangenen Woche eine Betrugsserie abgespielt, bei der Täter mit gefälschten E-Mails von Bundesbehörden Geld erpressen wollten. Ein 70-jähriger Mann aus Coswig zeigte den versuchten Betrug am 15. September an.

Nach seinen Angaben hatte er bereits am 12. September eine E-Mail erhalten, die angeblich vom Bundeskriminalamt stammte. Darin wurde ihm vorgeworfen, sich strafbar gemacht zu haben. Es folgten weitere Schreiben, diesmal angeblich von der Polizei Berlin und von Europol. Am Ende forderten die Betrüger eine Zahlung von 6.950 Euro. Im Gegenzug versprachen sie ihm Straffreiheit. Der Mann zahlte nicht, sondern erstattete Anzeige.

Bei der Kriminalpolizei Wittenberg kam es in der gleichen Woche zu mehreren Fällen. Zwischen dem 3. und 15. September beschafften sich Unbekannte Zutritt zu einem Solarpark in Jessen, indem sie die Umfriedung aufbrachen. Sie stahlen Kupferkabel. Der genaue Schaden wird noch ermittelt. Die Kriminalpolizei sicherte Spuren und ermittelt.

Ein versuchter Einbruch ereignete sich vermutlich zwischen dem 14. September, 20 Uhr, und dem 15. September, 8:30 Uhr, in der Geschwister-Scholl-Straße in Wittenberg. Unbekannte versuchten, in ein Mehrfamilienhaus einzubrechen. Zeugen berichteten von Beschädigungen an der Hauseingangstür. Nach allem, was die Ermittler bisher wissen, gelang der Tätern der Einbruch nicht. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Am 15. September, gegen 10 Uhr, stellte ein 58-jähriger Wittenberger sein Fahrrad in der Straße An der Bastion vor einem Mehrfamilienhaus ab und ging hinein. Als er etwa fünf Minuten später zurückkam, war ein Rucksack weg, den er am Rad gelassen hatte. Nach allem, was man bisher weiß, befanden sich elektronische Artikel darin. Der genaue Schaden ist nicht bekannt.

In der Verkehrslage stand ein Unfall auf der Bundesstraße 2 bei Eutzsch im Stadtteil Pratau im Mittelpunkt. Am 15. September, gegen 18:15 Uhr, fuhr ein 19-jähriger Kemberger mit seinem BMW auf dieser Strecke. Eine Katze lief von links nach rechts über die Fahrbahn. Der Fahrer bremste scharf, konnte einen Zusammenstoß aber nicht verhindern. Das Auto wurde beschädigt. Die Katze war danach verschwunden.

Am gleichen Tag, gegen 21 Uhr, kontrollierte die Polizei einen 34-jährigen Autofahrer aus Annaburg. Ein Alkoholtest zeigte, dass er getrunken hatte: Der erste Test ergab einen Wert von über 0,8 Promille, ein zweiter, beweissicherer Test einen Wert von 0,30 Milligramm pro Liter (entspricht 0,6 Promille). Der Mann hatte vor der Fahrt alkoholische Getränke zu sich genommen. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss.

Außerdem passierte am 15. September, gegen 15:45 Uhr, in Wörlitz ein Verkehrsunfall. Ein 59-jähriger Busfahrer fuhr mit seinem Omnibus die Kirchgasse hinunter. Auf Höhe der Hausnummer 3 streifte er einen geparkten Mercedes, der am rechten Fahrbahnrand stand. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle in Coswig, Roßlauer Straße, überwachten Polizeibeamte die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde. In der Zeit vom 15. September, 23:30 Uhr, bis zum 16. September, 02:00 Uhr, wurden etwa 30 Fahrzeuge gemessen. Sechs Fahrer überschritten die Geschwindigkeitsvorgabe. Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug 80 Kilometer pro Stunde.

Am 15. September, gegen 16:10 Uhr, meldete ein Passant der Polizei mehrere Personen, die an einem Schaltkasten in der Schillerstraße in Wittenberg zu schaffen machen würden. Die Polizei überprüfte den Hinweis vor Ort und stellte fest, dass es sich um drei Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens handelte, die dort berechtigt ihrer Arbeit nachgingen.


Betrugsfälle im Landkreis Wittenberg: der Vergleich mit Land und Bund

Im Landkreis Wittenberg zählte die Polizei 2025 1.084 Betrugsfälle, das sind 891 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis schlechter als im restlichen Bundesland, wo 783 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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