Ein 74-Jähriger aus Lindlar ist am Samstag, 10. Oktober, auf Cyberkriminelle hereingefallen. Auf seinem Computerbildschirm erschien plötzlich eine Meldung, dass sein Gerät gehackt worden sei. Die Nachricht forderte ihn auf, eine angezeigte Telefonnummer zu wählen, um einen Schaden abzuwenden.
Der Mann folgte der Anweisung und rief die Nummer an. Am Telefon gab sich sein Gesprächspartner als Microsoft-Mitarbeiter aus. Während des Gesprächs forderte dieser ihn auf, sich in sein Online-Banking einzuloggen. Der 74-Jährige folgte auch dieser Anweisung und gab eine Push-TAN frei – einen Code, der normalerweise nur für autorisierte Transaktionen verwendet wird. Danach verlor er den Zugriff auf sein Online-Banking-Konto.
Der Mann sperrte sein Konto sofort und meldete den Vorfall der Polizei. Ob tatsächlich ein finanzieller Schaden entstanden ist, war zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme noch nicht bekannt.
Warnung vor dieser Betrugsmasche
Diese Masche ist weit verbreitet: Kriminelle zeigen gefälschte Warnmeldungen auf dem Bildschirm an, um Nutzer zum Anrufen zu bewegen. Am Telefon geben sie sich dann als Mitarbeiter bekannter Unternehmen aus. Ziel ist es, an Zugangsdaten, persönliche Informationen oder Authentifizierungscodes wie Push-TANs zu gelangen. Wer eine solche Meldung sieht, sollte nicht die angezeigte Nummer wählen, sondern den Computer ausschalten. Echte Microsoft-Mitarbeiter kontaktieren Nutzer nicht auf diese Weise.
Betrugsfälle in Nordrhein-Westfalen: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 170.651 Betrugsfälle, das sind 946 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Nordrhein-Westfalen schlechter als der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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