Ein Betrüger hat sich am Donnerstag, 15. Oktober 2026, gegen 10 Uhr telefonisch als Polizeibeamter des Polizeipräsidiums Rheinpfalz ausgegeben. Der Anrufer nannte sich „Andreas Steinbach“ und behauptete, ein Täter habe an dem Bankschließfach der Frau beobachtet worden. Unter diesem Vorwand forderte er die Geschädigte auf, ihre Wertsachen abzuholen und nach Hause zu bringen. Für die spätere Übergabe vereinbarten die beiden ein Passwort.
Gegen 18 Uhr klopfte ein bislang unbekannter Mann an der Wohnanschrift der Frau. Auch dieser gab sich als Polizeibeamter aus und nannte sich „Herr Klause“. Er zeigte der Frau einen vermeintlichen Dienstausweis des Polizeipräsidiums Rheinpfalz vor und nahm Bargeld sowie Goldbarren von ihr entgegen. Anschließend lief er über die Sinsheimer Straße davon.
Obwohl die Geschädigte während des gesamten Geschehens skeptisch war, erkannte sie den Betrug erst im Nachgang und zeigte die Tat bei der Polizei an.
Ermittlungen laufen — Zeugen gesucht
Die Polizei sucht nach Beobachtungen im Bereich der Dhauner und Sinsheimer Straße. Wer am Donnerstag, 15. Oktober 2026, dort verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, kann sich an die Kriminalpolizei Ludwigshafen wenden. Hinweise werden unter der Telefonnummer 0621 963-23312 oder per E-Mail an KDLudwigshafen.KI3.K31@polizei.rlp.de entgegengenommen.
So schützen Sie sich vor Betrügern
Die Polizei weist darauf hin, dass sie Sie niemals unter der 110 kontaktiert. Wenn Sie während eines Anrufs aufgefordert werden, die 110 zu wählen, legen Sie auf und wählen die Nummer selbst. Geben Sie niemals persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum oder Bankverbindungen an fremde Personen heraus. Die Polizei schickt zudem keine Zivilkräfte, um Geld oder Wertsachen abzuholen und vorsorglich in Verwahrung zu nehmen. Bringen Sie verdächtige Anrufe bei der nächsten Polizeidienststelle oder per Onlinewache zur Anzeige. Lassen Sie Ihre Telefonnummer aus den Telefonverzeichnissen löschen.
Kostenlose Informationen über typische Betrugsmethoden bietet die Telefonhotline der Polizei unter 0621 963-21177. Die Nummer ist von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Weitere Präventionstipps finden sich im Internet unter https://s.rlp.de/93 oder auf www.polizei-beratung.de.
Betrugsfälle in Rheinland-Pfalz: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 23.086 Betrugsfälle, das sind 559 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Rheinland-Pfalz besser als der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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