Betrüger geben sich als Polizist aus: Seniorin verliert Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro

(Symbolbild)

In Tönisvorst-St. Tönis ist eine ältere Frau Opfer eines Betrugsbands geworden, das sich als Polizeibeamte ausgab. Ein Mann kam unter dem Vorwand zu ihr, ihre Wertsachen überprüfen zu müssen – und verschwand mit ihrem Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro.

Nach Angaben der Polizei Viersen spielte der Betrüger die folgende Geschichte: Er behauptete, dass zwei Tatverdächtige festgenommen worden seien und bei ihnen Unterlagen gefunden worden seien, die darauf hindeuteten, dass die Tönisvorsterin das nächste Opfer werden solle. Deshalb sei es notwendig, ihre Wertsachen zu sichten und zu fotografieren. Die Seniorin vertraute dieser Erklärung und stimmte zu.

Der angebliche Polizeibeamte forderte sie dann auf, ihm die Schmuckstücke zu zeigen. Anschließend erklärte er, die Stücke kurz zum Auto mitnehmen zu müssen, um sie dort zu überprüfen. Er versprach ihr, die Sachen gegen 16 Uhr zurückzubringen. Der Mann zeigte der Dame auch einen Ausweis – sie konnte ihn aber nicht richtig erkennen.

Nach 17 Uhr war der Betrüger immer noch nicht zurückgekehrt. Die Frau rief daraufhin die Polizei an und erfuhr, dass sie Opfer einer Straftat geworden war. Der Schmuck war weg.

Von dem Täter fehlt bislang jede Spur. Der Mann war etwa 1,65 Meter groß, hatte dunkle kurze Haare und trug ordentliche, dezente Kleidung. Zwei weitere Tatverdächtige, die offenbar in die Betrügerbande verwickelt sind, wurden festgenommen; zwei weitere Mittäter sind noch flüchtig.

Das Kriminalkommissariat 6 ermittelt und sucht nach Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Bereich der Benrader Straße gemacht haben. Hinweise werden unter der Telefonnummer 02162/377-0 entgegengenommen.

Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche: Wenn Sie einen solchen Anruf erhalten, legen Sie sofort auf. Rufen Sie dann von einem anderen Telefon die Polizei an, um das Anliegen zu überprüfen. Holen Sie sich im Zweifelsfall Hilfe bei Angehörigen, Freunden oder in der Nachbarschaft. Lassen Sie niemanden in Ihre Wohnung oder Ihr Haus. Die echte Polizei ruft nicht an, um vor Raubüberfällen zu warnen, und holt niemals Wertgegenstände ab. Die Geschichten der Betrüger sind unterschiedlich, aber das Ziel bleibt immer gleich: Sie wollen Sie um Ihre Wertsachen und Ersparnisse bringen. Sprechen Sie regelmäßig mit Familie und Freunden über solche Anrufe – die Betrüger geben nicht auf.


Betrugsfälle im Landkreis Viersen: der Vergleich mit Land und Bund

Im Landkreis Viersen zählte die Polizei 2025 1.469 Betrugsfälle, das sind 493 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis deutlich besser als im restlichen Bundesland, wo 946 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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