Eine Seniorin aus Löhne ist Opfer von Betrügern geworden, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Am Montagmorgen erhielt die Frau einen Anruf von jemandem, der vorgab, bei der Polizei zu arbeiten. Der Anrufer erzählte ihr, dass eine ältere Dame überfallen worden sei und dass auch sie selbst mit einem Überfall rechnen müsse.
Der Betrüger wies die Seniorin an, Bargeld und Wertgegenstände vor ihrer Haustür in einem Umschlag zu deponieren. Die Frau folgte der Anweisung und legte Bargeld sowie Schmuck im Gesamtwert von über 10.000 Euro vor ihre Tür. Eine unbekannte Person holte den Umschlag ab.
Kurz darauf rief der angebliche Polizist erneut an und forderte die Frau auf, eine fünfstellige Summe Bargeld von ihrem Konto abzuheben. Die Seniorin hob das Geld bei ihrer Hausbank ab. Dann aber sprach sie mit einem Angehörigen über die Situation — dieser erkannte sofort, dass es sich um einen Betrug handelte. Der Angehörige informierte die Polizei, bevor die abgehobene Summe an die Betrüger übergeben werden konnte.
Das Kriminalkommissariat der Polizei Herford ermittelt nun in dem Fall. Die Beamten suchen Zeugen, denen am Montag zwischen 8.00 und 10.00 Uhr etwas Verdächtiges im Stadtteil Löhne-Bahnhof aufgefallen ist. Hinweise nimmt die Polizei unter 05221/8880 entgegen.
So schützen Sie sich vor solchen Betrügern
Die Polizei Herford gibt folgende Tipps: Geben Sie unbekannten Personen niemals Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten. Öffnen Sie Ihre Tür nicht für unbekannte Personen. Holen Sie sich immer den Rat einer Vertrauensperson, bevor Sie Geldentscheidungen treffen. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen oder angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Banken. Falls Sie selbst Opfer eines solchen Anrufes werden, wenden Sie sich sofort an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.
Betrugsfälle in Nordrhein-Westfalen: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 170.651 Betrugsfälle, das sind 946 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Nordrhein-Westfalen schlechter als der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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