Betrüger geben sich als Staatsanwältin aus – Mann in Bergheim-Oberaußem um Wertgegenstände gebracht

(Symbolbild)

Mit einer dreisten Lüge haben Unbekannte am Dienstagabend, 13. Oktober, einen Mann in Bergheim-Oberaußem um Wertgegenstände betrogen. Eine etwa 160 Zentimeter große Person nahm die Beute entgegen.

Nach allem, was die Ermittler bisher wissen, erhielt der Geschädigte gegen 19.30 Uhr einen Anruf. Die Anruferin gab sich als Staatsanwältin aus und behauptete, dass ein Verwandter einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem jemand gestorben sei. Um eine Haft zu verhindern, müsse angeblich eine hohe Kaution bezahlt werden. Sie setzte den Mann derart unter Druck, dass er gegen 22.30 Uhr Wertgegenstände an einen unbekannten Abholer oder eine unbekannte Abholerin im Bereich des Kölner Hohlwegs übergab.

Später bemerkte der Geschädigte den Betrug und erstattete Anzeige bei der Polizei. Die Beamtinnen und Beamten des Kriminalkommissariats 12 haben die Ermittlungen aufgenommen und suchen Zeugen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben. Hinweise nehmen sie telefonisch unter 02271 81-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw entgegen.

So schützen Sie sich vor betrügerischen Anrufen

Geben Sie keine Informationen zu Wertgegenständen, Bargeldbeständen oder Bankkonten an Anrufer heraus. Polizeibeamte, Staatsanwälte, Ärzte und andere Amtsträger verlangen niemals die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen. Lassen Sie Unbekannte nicht in Ihre Wohnung und übergeben Sie kein Geld oder Wertgegenstände an fremde Personen.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und legen Sie auf. Kontaktieren Sie die Institution, von der die angebliche Amtsperson kommt – suchen Sie dazu die Telefonnummer der Behörde selbst heraus. Informieren Sie die Polizei unter der Notrufnummer 110 über derartige Vorfälle. Das sollten Sie auch tun, wenn Sie einen Betrugsversuch selbst unterbunden haben oder verdächtigen Personen den Zutritt verwehrt haben. Die Polizei kann dann nach Verdächtigen fahnen und auch andere Menschen schützen.


Wie die Nachbarkreise dastehen

Im Rhein-Erft-Kreis kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 965 Betrugsfälle. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen in Köln aus: 1.492 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 946.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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