Betrüger geben sich als Staatsanwalt und Polizist aus – Seniorin verliert Wertsachen

(Symbolbild)

In VS-Schwenningen haben Betrüger eine Seniorin um ihre Wertsachen gebracht. Am 3. September 2026 riefen zwei Männer die Frau auf ihrem Festnetz an und gaben sich als Staatsanwalt und Polizeibeamter aus.

Die Betrüger erzählten der Seniorin eine erfundene Geschichte: Eine Mitarbeiterin ihrer Hausbank arbeite mit flüchtigen Tätern zusammen und habe ihre Geldfachnummer weitergegeben. Um ihre im Schließfach aufbewahrten Wertgegenstände zu schützen, forderten sie die Frau auf, ihr Schließfach zu leeren und den Inhalt zu ihrer Wohnanschrift zu bringen. Dort würde anschließend ein verdeckter Ermittler vorbeikommen, der die Sachen zur Polizei bringe und sie bis zur Festnahme der Täter sicher verwahre.

Die Seniorin begab sich daraufhin zur Bank, leerte ihr Schließfach und übergab ihre Wertsachen an der Wohnanschrift an einen unbekannten Abholer.

Der Mann wird wie folgt beschrieben: etwa 25 bis 30 Jahre alt, ungefähr 180 Zentimeter groß, normale Statur, aschgraue Haare und Spitzbart. Er trug ein graues Sweatshirt.

Die Kriminalpolizei Rottweil hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, denen am 3. September 2026 mittags verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Esslinger Straße aufgefallen sind, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0741 4770 zu melden.

Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche: Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten oder Staatsanwälte aus und versuchen, ihre Opfer zur Herausgabe von Geld und Wertsachen zu bewegen. Ebenso verbreitet sind der sogenannte Enkeltrick oder Schockanrufe. Die echte Polizei nimmt niemals Geld, wertvolle Münzen oder sonstige Wertsachen in Empfang. Bei solchen Anrufen sollte man äußerst misstrauisch sein, kein Bargeld oder Wertsachen herausgeben und stattdessen die Polizei direkt unter der Telefonnummer 110 anrufen.


Wie sich die Zahlen entwickelt haben

Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Baden-Württemberg um 9,1 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 74.294 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 66,1 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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