Betrüger geben sich als Wasserableser aus – Polizei warnt vor dreisten Maschen in Dessau-Roßlau

(Symbolbild)

In Dessau-Roßlau sind Betrüger in der vergangenen Woche mehrfach mit einer perfiden Masche unterwegs gewesen: Sie gaben sich als Mitarbeiter eines Wasserdienstleisters aus, um in Wohnungen zu gelangen. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und berichtet von mindestens drei Vorfällen.

Am 19. September 2026 gegen 10:15 Uhr klingelten zwei Unbekannte bei einer 71-Jährigen an der Haustür und behaupteten, den Wasserzähler kontrollieren zu müssen. Eine Person betrat die Wohnung und ging mit der Seniorin ins Bad, während die zweite Person im Hausflur stehen blieb – die Wohnungstür blieb offen. Als der erste Mann die Badtür schloss, forderte die 71-Jährige ihn sofort auf, die Tür wieder zu öffnen und die Wohnung zu verlassen. Der Mann kam dieser Aufforderung nach. Vermutlich konnte sein Komplize dadurch nicht unbemerkt nach Wertsachen suchen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde nichts entwendet.

Etwa 45 Minuten später, gegen 11:00 Uhr, klingelten zwei männliche Personen bei einer 81-Jährigen. Sie gaben vor, den Wasserzähler ablesen zu wollen. Die Seniorin fragte nach dem Grund und der beauftragten Firma – erhielt aber keine Antwort. Daraufhin zogen sich die beiden Männer zurück und ließen sich nicht in die Wohnung.

Ein drittes Paar versuchte es gegen 10:30 Uhr bei einer 85-Jährigen. Hier gelang ihnen der Einbruch in die Wohnung. Während einer der beiden Männer die Geschädigte ins Bad führte und sie ablenkte – dabei sperrte er ihr die Sicht auf Flur und Haustür – nutzte vermutlich sein Komplize die Gelegenheit. Der zweite Täter entwendete die Geldbörse aus einer im Flur abgestellten Handtasche. Zudem fehlten persönliche Dokumente sowie Bargeld in geringer Höhe. Als die 85-Jährige den Diebstahl bemerkte, alarmierte sie sofort die Polizei. Die Täter waren zu diesem Zeitpunkt aber bereits weg.

Weitere Straftaten in Dessau-Roßlau: Zwischen dem 17. September 2026, 20:00 Uhr und dem 19. September 2026, 10:00 Uhr brachen Unbekannte in eine Gartenlaube in einer Kleingartenanlage in der Kühnauer Straße ein. Sie stahlen Getränke und hinterließen einen Sachschaden von etwa 600 Euro.

Am 20. September 2026 zeigte eine 47-Jährige Betrug an. Bereits am 12. September hatte sie bemerkt, dass mit ihrer Kreditkarte Abbuchungen vorgenommen wurden. Eine Buchung von knapp 30 Euro ging auf ein Konto in Luxemburg und konnte nicht rückgängig gemacht werden. Wie die Täter an die Kartendaten gelangten, ist noch unklar. Die Frau sperrte die Karte vorsorglich.

Am 20. September 2026 gegen 01:18 Uhr fuhr ein 23-Jähriger mit seinem Kia auf der Landstraße Richtung Sollnitz. Ein Fuchs überquerte plötzlich die Fahrbahn. Das Auto erfasste das Tier, wodurch ein Sachschaden von etwa 100 Euro entstand.


Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden

Von 766 Betrugsfällen in Dessau-Roßlau konnte die Polizei 2025 615 aufklären, das sind 80,3 Prozent. Damit steht unsere Stadt besser als das Land, wo 67,9 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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