Am Montag ist ein Mann aus Unlingen beinahe auf einen Betrüger hereingefallen, der sich als Mitarbeiter eines Softwareunternehmens ausgab.
Der Senior war am Nachmittag im Internet unterwegs, als mehrere Meldungen auf seinem Computer erschienen und es zu unerwarteten Störungen kam. Ein Pop-up-Fenster öffnete sich und forderte ihn auf, eine Telefonnummer des angeblichen Störungsdienstes anzurufen. Der Mann folgte der Aufforderung.
Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein Unbekannter, der vorgab, für ein Softwareunternehmen zu arbeiten. Der Senior glaubte ihm zunächst und gewährte dem Mann einen Fernzugriff auf seinen Computer. Doch dann forderte der vermeintliche Helfer einen Zugang zum Onlinebanking des Mannes an – angeblich, um Viren zu beseitigen. Hier wurde der Senior skeptisch. Er verweigerte die Freigabe und brach den Kontakt sofort ab.
Das war die richtige Entscheidung: Der Betrüger konnte auf diese Weise keinen Schaden anrichten. Zu einer Zahlung kam es nicht. Der Mann erstattete Anzeige beim Polizeirevier Riedlingen. Die Beamten ermitteln nun gegen den Unbekannten – die verwendete Telefonnummer beginnt mit der Vorwahl 0041, was auf einen Schweizer Ursprung hindeutet.
Die Polizei warnt vor dieser Masche und gibt Tipps zum Schutz: Geben Sie niemals private Daten wie Bankkonten-, Kreditkarten- oder Zugangsdaten an Unbekannte weiter. Gewähren Sie niemandem Zugriff auf Ihren Computer, etwa durch Installation von Fernwartungs-Software. Falls Sie bereits Opfer eines solchen Betrugs geworden sind, trennen Sie Ihren Rechner vom Internet, fahren Sie ihn herunter und ändern Sie über einen anderen Computer unverzüglich Ihre Passwörter. Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen und die Fernwartungs-Software entfernen. Kontaktieren Sie Ihre Zahlungsdienstleister und Ihr Geldinstitut, und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Bei Betrügereien im Namen von Microsoft können Betroffene den Vorfall zusätzlich auf www.microsoft.com/de-DE/concern/scam melden.
Betrugsfälle in Baden-Württemberg: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 74.294 Betrugsfälle, das sind 661 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Baden-Württemberg besser als der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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