Betrüger im Landkreis Börde aktiv: Polizei warnt vor Schockanrufen und falschen Beamten

(Symbolbild)

Im Landkreis Börde haben Betrüger in der vergangenen Woche mehrfach versucht, ältere Menschen um ihre Ersparnisse zu bringen. Die Polizei warnt vor Schockanrufen und gefälschten Polizeianrufen.

Alkoholisierte Fahrerin in Oschersleben gestoppt

In Oschersleben fiel einer Funkstreifenwagenbesatzung in der Nacht zum 16. September um 00:45 Uhr ein Fahrzeug mit auffälliger Fahrweise auf. Die 55-jährige Fahrerin fuhr in Schlangenlinien auf der Schermker Straße. Bei der Kontrolle stellten die Beamten Alkoholgeruch in ihrer Atemluft fest. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,57 Promille. Die Polizei ließ der Frau eine Blutprobe abnehmen, untersagte ihr die Weiterfahrt und beschlagnahmte ihren Führerschein. Ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr wurde eingeleitet.

83-Jährige wehrt sich gegen Schockanruf

Am 15. September um 12:00 Uhr erhielt eine 83-jährige Frau aus Oebisfelde einen Schockanruf. Eine unbekannte Betrügerin behauptete, die Tochter der Frau habe einen Verkehrsunfall verursacht und es müsse eine Kaution von 125.000 Euro bezahlt werden. Als die Seniorin einwandte, nicht über diese Summe zu verfügen, drohte die Anruferin mit einem Polizeieinsatz und angekündigten Durchsuchungen mit Suchhunden. Die Oebisfelderin reagierte geistesgegenwärtig und beendete das Gespräch, indem sie auflegte.

Die Polizei rät, bei solchen Anrufen nicht zu zahlen. Stattdessen sollten Angehörige direkt kontaktiert werden, um die Situation zu klären. Wichtig: Die Polizei fordert weder telefonisch noch an der Haustür die Herausgabe von Bargeld oder Wertsachen.

Betrüger geben sich als Kriminalpolizisten aus

In Flechtingen versuchten Betrüger zwischen 22:00 Uhr am 15. September und 00:05 Uhr am 16. September, einen 87-jährigen Mann zu täuschen. Ein angeblicher Beamter der Kriminalpolizei rief ihn an und berichtete von einer Einbruchserie in der Nachbarschaft. Er forderte den Mann auf, Geld aus seinem Tresor zu nehmen, dieses in einen Briefumschlag zu stecken und unter eine Mülltonne auf seinem Grundstück zu verstecken. Der Mann folgte der Anweisung zunächst, überlegte sich die Sache dann aber anders und versteckte das Geld an einer anderen Stelle. Die Betrüger bekamen kein Geld. Hinweise auf die Täter liegen bislang nicht vor.

Die Polizei betont: Eine solche Verfahrensweise würde sie nie anwenden.

Zeugen gesucht

Wer Hinweise zu diesen Betrügereien geben kann, wird gebeten, sich beim Polizeirevier Börde unter der Telefonnummer 03904 / 4780 zu melden oder das Elektronische Polizeirevier unter https://polizei.sachsen-anhalt.de/das-sind-wir/polizei-interaktiv/e-revier zu nutzen.


Die Entwicklung im Landkreis Börde

2024 zählte die Polizei im Landkreis Börde 1.023 Betrugsfälle, 2025 waren es 1.028 — 0,5 Prozent mehr. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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