Betrüger im Netz, Schuss am Bahnhof, Katze verursacht Unfall – Polizeiwoche im Landkreis Sigmaringen

(Symbolbild)

Im Landkreis Sigmaringen hat die Polizei in der vergangenen Woche mehrere Fälle bearbeitet, die von Anlagebetrug über einen Waffeneinsatz bis hin zu einem skurrilen Verkehrsunfall reichen.

Betrügerin um mehrere tausend Euro gebracht

In Sigmaringen ist eine 38-Jährige Opfer eines Anlagebetrugs geworden. Die Frau war in sozialen Medien auf eine verlockende Geldanlage aufmerksam geworden und „investierte“ in vermeintliche Kryptowährung – mehrere tausend Euro verlor sie dabei. Das Geld war nicht gewinnbringend angelegt, sondern an Betrüger überwiesen worden. Die Polizei ermittelt wegen Betrugs und warnt erneut vor dieser Masche: Die Täter werben auf verschiedenen Kanälen im Internet mit verlockenden Angeboten und bedienen sich dabei auch an KI-generierten Videos von Prominenten. Die Ermittler empfehlen, sich beim Thema Geldanlage nicht vorschnell durch verlockende Angebote verleiten zu lassen, sondern sich über seriöse Anbieter zu informieren. Die Website der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bietet hierzu eine verlässliche Übersicht.

Schuss aus Revolver am Bahnhof

In Gammertingen hat die Polizei wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz Ermittlungen eingeleitet. Am Dienstag kurz nach 16.30 Uhr wurden Beamte verständigt, weil eine Person im Bereich des Bahnhofsgebäudes einen Schuss aus einem Revolver abgegeben haben soll. Mehrere Polizeistreifen, darunter auch Beamte des Polizeipräsidiums Reutlingen, rückten an und trafen am Bahnhof auf eine Gruppe von Jugendlichen und Heranwachsenden. Anhand der Personenbeschreibung nahmen die Polizisten einen 14-Jährigen vorläufig fest. Bei ihm fanden die Beamten einen Knallrevolver und ein verbotenes Butterflymesser. Beide Gegenstände wurden sichergestellt. Die Polizei leitete gegen den Teenager ein Ermittlungsverfahren ein und übergab ihn an eine Erziehungsberechtigte.

Bei den weiteren Abklärungen stellte sich heraus, dass ein 23-Jähriger den Revolver zuvor ebenfalls in die Luft gehalten haben soll. Auf ihn kommt eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Führens einer Anscheinswaffe zu. Der gesamten Gruppe erteilten die Polizeibeamten einen Platzverweis. Die Ermittlungen zur möglichen Abgabe eines Schusses laufen derzeit noch.

Graffiti an Burgruine

In Gammertingen haben Täter die Ruine Baldenstein mit Graffiti verunstaltet. Der Sachschaden ist derzeit noch nicht bezifferbar. Der Polizeiposten Gammertingen hat Ermittlungen wegen Sachbeschädigung eingeleitet und nimmt Hinweise zu den Tätern unter Telefon 07574/921687 entgegen.

Mit Fahrrad schwer verletzt

In Bad Saulgau ist ein 36-Jähriger am Dienstagabend nach einem Sturz mit seinem Fahrrad schwer verletzt worden und ins Krankenhaus gebracht. Nach Erkenntnissen einer Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers war der Mann kurz vor 23 Uhr mit seinem Pedelec in der Bronnenstraße unterwegs und wollte auf den dortigen Radweg einfahren. Dabei übersah er offenbar einen erhöhten Bordstein und stürzte. Ein Verkehrsteilnehmer fand den 36-Jährigen und verständigte die Rettungskräfte. Nach jetzigem Stand gehen die Beamten von einem Sturz ohne Beteiligung anderer aus.

Katze springt aus Korb – Unfall mit Totalschaden

In Herdwangen-Schönach hat eine Katze einen Verkehrsunfall verursacht. Am Dienstag gegen 9.30 Uhr ereignete sich der Unfall in Alberweiler: Eine 33-jährige VW-Fahrerin transportierte ihre Katze in einem Korb auf dem Beifahrersitz. Das Tier sprang plötzlich aus dem offenen Korb. Die 33-Jährige wollte die Katze während der Fahrt festhalten und verlor dabei die Kontrolle über den Wagen. Der VW kam nach links von der Fahrbahn ab, überfuhr einen Baumstumpf und kam im Grünstreifen zum Stehen. Die Airbags lösten aus, wodurch die 33-Jährige leichte Verletzungen erlitt. Eine Rettungswagenbesatzung brachte die Frau sowie ihren 3-Jährigen Sohn, der sich auf der Rückbank befand und unverletzt blieb, in eine Klinik. Der Wagen wurde durch das Überfahren des Stumpfs erheblich beschädigt und verursachte einen wirtschaftlichen Totalschaden in Höhe von etwa 40.000 Euro. Ein Abschleppunternehmen kümmerte sich um den VW. Die Katze kam mit dem Schrecken davon und wurde von einer Bekannten der 33-Jährigen in Obhut genommen. In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass auch Tiere als Ladung anzusehen sind und während der Fahrt entsprechend gesichert werden müssen.


Die Entwicklung im Landkreis Sigmaringen

2024 zählte die Polizei im Landkreis Sigmaringen 711 Betrugsfälle, 2025 waren es 563 — 20,8 Prozent weniger. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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