Die Polizei Köln fahndet nach Betrügern, die Anfang Oktober Wohnungssuchende mit einem falschen Mietangebot getäuscht haben. Die Täter boten eine Immobilie in der Innenstadt an, die ihnen gar nicht gehört. Bislang sind mehr als 20 Anzeigen bei der Polizei eingegangen.
Die Drei-Zimmer-Wohnung in der Römergasse existiert tatsächlich. Die rechtmäßige Mieterin bietet sie auf einem Internetportal für Ferienwohnungen zur tageweisen Miete an. Die Täter kopierten Fotos und Beschreibung aus diesem Angebot und veröffentlichten damit eine eigene Anzeige auf einem großen Online-Immobilienportal: drei Zimmer, knapp 70 Quadratmeter, möbliert, etwa 1000 Euro Miete pro Monat.
Für Donnerstag, 1. Oktober, setzten die Betrüger einen Besichtigungstermin an. Im Laufe des Tages kamen weit mehr als hundert Interessenten. Ein vermeintlicher Vertreter einer Hausverwaltung führte sie durch die Wohnung. Auch diese von den Tätern angegebene Hausverwaltung existiert tatsächlich, was es den Wohnungssuchenden zusätzlich erschwert haben dürfte, den Betrug zu durchschauen.
Mindestens ein Interessent überwies anschließend die geforderte Kaution in Höhe von knapp 3000 Euro an die angebliche Verwaltung. Andere übermittelten auf Anforderung persönliche Unterlagen wie Kopien des Personalausweises, Schufa-Auskünfte und Gehaltsnachweise. Einige bemerkten im Nachhinein durch eine Betrugswarnung des Immobilienportals, dass sie Kriminellen aufgesessen waren, und informierten die Polizei.
Am 11. Oktober versuchten möglicherweise dieselben Täter, auf ähnliche Weise eine Wohnung am Eigelstein zu vermieten. Diesmal wurden die übrigen Hausbewohner misstrauisch und verhinderten den Besichtigungstermin.
So schützen Sie sich vor falschen Mietangeboten
Die Polizei bittet weitere mögliche Geschädigte, Anzeige zu erstatten. Das ist online unter koeln.polizei.nrw möglich oder auf jeder Polizeiwache.
Betrugsfälle in Köln: der Vergleich mit Land und Bund
In Köln zählte die Polizei 2025 15.286 Betrugsfälle, das sind 1.492 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unsere Stadt schlechter als im Landesschnitt, wo 946 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Nordrhein-Westfalen
Auch aus Nordrhein-Westfalen:
Mehr Polizeimeldungen: