Betrüger nutzen gefälschte Amtsschreiben – Dessauer Polizei meldet mehrere Fälle

(Symbolbild)

In Dessau-Roßlau häufen sich Betrügereien, bei denen Kriminelle mit gefälschten Schreiben von Behörden und Paketdiensten arbeiten. Die Polizei meldet mehrere Fälle aus dem Zeitraum vom 2. bis 3. November 2026.

Eine 60-jährige Geschädigte erstattete Anzeige, nachdem sie auf ein Schreiben hereingefallen war, das sich als Kostenrechnung des Amtsgerichts Stendal ausgab. Sie erhielt das Schreiben am 28. Oktober 2026 und wies daraufhin eine Überweisung an. Ihre Hausbank warnte sie am nächsten Tag davor, das Geld auf ein Konto in Spanien zu überweisen. Daraufhin ließ die Geschädigte die Überweisung stornieren und entdeckte später im Internet Warnhinweise des Amtsgerichts Stendal vor genau solchen gefälschten Schreiben. Ein finanzieller Schaden entstand nicht.

Ein ähnliches Muster zeigte sich bei einer 53-Jährigen am 2. November 2026. Sie erhielt eine E-Mail eines vermeintlichen Paketdienstleisters mit der Aufforderung, Zollgebühren zu bezahlen. Da sie mehrere Pakete erwartete, folgte sie dem angezeigten Link und gab ihre Kreditkartendaten ein. Kurz darauf wurde eine Abbuchung von knapp 50 Euro vorgemerkt, die ihre Bank aber blockierte. Eine zweite Zahlung von knapp 300 Euro stand noch aus. Die Geschädigte sperrte ihre Karte umgehend. Ein tatsächlicher Vermögensschaden war bis dahin nicht entstanden.

Auch Einbrecher waren in Dessau-Roßlau aktiv. Zwischen dem 1. Oktober 2026 und dem 2. November 2026 drangen Täter in eine Gartenlaube in der Kühnauer Straße ein. Sie durchsuchten die Laube eines 68-Jährigen und stahlen Speisen, Getränke sowie Kochtöpfe. Der Gesamtschaden liegt bei etwa 300 Euro.

Am 2. November 2026 gegen 15:45 Uhr kontrollierten Polizeibeamte in der Kavalierstraße einen 26-jährigen Mann, der einen E-Scooter fuhr. Dabei stellten sie fest, dass der E-Scooter nicht versichert war. Der Mann konnte keinen Nachweis über eine Haftpflichtversicherung vorlegen und machte widersprüchliche Angaben zum Eigentümer. Die Polizisten stellten das Fahrzeug sicher, um die Eigentumsverhältnisse zu klären.

Ein 26-Jähriger zeigte den Diebstahl seines Fahrrads an. Er hatte das Fahrrad der Marke Raymon Trailray am 23. Oktober 2026 gegen 23:00 Uhr in seinem Kellerraum in der Klughardtstraße abgestellt und die Tür verschlossen. Am 2. November 2026 gegen 21:00 Uhr war das Fahrrad weg. Wie die Täter in den Keller gelangten, ist unklar. Das Fahrrad hatte einen Wert von knapp 7.000 Euro.

Im Straßenverkehr ereigneten sich mehrere Unfälle. Am 2. November 2026 gegen 06:50 Uhr parkte ein 19-jähriger Audi-Fahrer in der Innsbrucker Straße aus und stieß mit einem BMW zusammen, den ein 71-Jähriger gerade halten wollte. Der Schaden: etwa 6.000 Euro.

Eine 41-jährige Dacia-Fahrerin wollte am 2. November 2026 gegen 09:05 Uhr von der Franzstraße nach rechts in die Gliwicer Straße einbiegen und erfasste dabei eine 71-jährige Fußgängerin, die die Straße überquerte. Die Fußgängerin wurde von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Sachschaden entstand nicht.

Gegen 11:05 Uhr wollte eine 73-jährige Citroen-Fahrerin in eine Parklücke im Auenweg einparken. Sie stieß dabei mit einem geparkten Skoda zusammen, dessen Eigentümer 83 Jahre alt ist. Der Schaden liegt bei etwa 1.000 Euro.

Am 2. November 2026 gegen 18:50 Uhr fuhr ein 83-jähriger Audi-Fahrer an der Lichtzeichenanlage zurück, als diese auf Grün schaltete. Dabei kollidierte er mit einem Daimler, dessen 43-jähriger Fahrer hinter ihm stand. Der Gesamtschaden beträgt etwa 2.500 Euro.


Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden

Von 766 Betrugsfällen in Dessau-Roßlau konnte die Polizei 2025 615 aufklären, das sind 80,3 Prozent. Damit steht unsere Stadt besser als das Land, wo 67,9 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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