Ein 61-jähriger Mann aus Nußloch ist auf einen Wohnungsbetrug hereingefallen. Er erstattete am Donnerstag auf dem Polizeirevier Wiesloch Anzeige gegen Unbekannt.
Der Mann hatte auf einer renommierten Immobilienseite ein Inserat für eine Mietwohnung in Heidelberg entdeckt. Er trat mit dem vermeintlichen Vermieter über E-Mails in Kontakt. Dieser versprach ihm die Wohnung, wenn er eine Monatsmiete plus einen Kautionsbetrag zahlen würde. Der 61-Jährige überwies daraufhin einen niedrigen vierstelligen Eurobetrag auf ein ausländisches Konto.
Als der Mann die Wohnung in Heidelberg aufsuchte, stellte er fest, dass diese nicht zur Vermietung ansteht. Er war auf eine Betrugsmasche hereingefallen. Das Polizeirevier Wiesloch hat die Ermittlungen aufgenommen.
So schützen Sie sich vor Wohnungsbetrug
Die Polizei rät: Werden Sie misstrauisch bei niedrigen Preisen oder Nebenkosten für angebotene Wohnungen oder Häuser. Achten Sie darauf, dass ein Vermieter, Verwalter oder Makler selbst bei der Wohnungsbesichtigung vor Ort ist.
Überprüfen Sie im Zweifel die Seriosität eines Maklers. In Deutschland benötigen diese einen Maklerschein und ein vollständiges Impressum. Weitere Wohnungsangebote auf der Internetseite des Maklers sind ein Zeichen für Vertrauenswürdigkeit.
Wichtigste Regel: Leisten Sie niemals Vorkasse. Zahlen Sie erst, wenn Sie die Wohnung gesehen haben und einen Mietvertrag unterschrieben haben.
Das können Betrugsopfer tun
Falls Sie bereits Opfer eines Wohnungsbetrugs geworden sind: Erstatten Sie unbedingt Strafanzeige bei der Polizei. Versuchen Sie zudem, bei Ihrer Bank die Zahlung rückgängig zu machen. Melden Sie den Betrug außerdem dem betroffenen Immobilienportal.
Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden
Von 1.520 Betrugsfällen in Heidelberg konnte die Polizei 2025 1.092 aufklären, das sind 71,8 Prozent. Damit steht unsere Stadt fast genauso wie das Land, wo 66,1 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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