Am 3. September ist eine 45-jährige Frau aus Konstanz Opfer einer raffinierten Betrugsmasche über WhatsApp geworden. Täter hatten zuvor den Account ihrer Freundin übernommen und verschickten in deren Namen eine vermeintliche Bitte zur Abstimmung bei einem Tanzwettbewerb.
Die 45-Jährige folgte dem in der Nachricht enthaltenen Link. Im weiteren Verlauf wurde sie dazu aufgefordert, einen QR-Code zu scannen. Dadurch ermöglichte sie den Betrügern unbemerkt Zugriff auf ihr eigenes WhatsApp-Konto. Danach verschickten die Täter auch über ihren Account die angebliche Abstimmungsbitte an weitere Kontakte.
Nachdem WhatsApp aufgrund verdächtiger Aktivitäten das Konto der Frau vorübergehend sperrte, wurde sie auf den Betrug aufmerksam und wandte sich an die Polizei.
Die Polizei weist darauf hin, dass diese Nachrichten von tatsächlich bekannten Kontakten stammen können, deren Account die Täter zuvor übernommen haben. Der bekannte Absender ist deshalb keine Garantie dafür, dass eine Nachricht wirklich von dieser Person kommt.
So schützen Sie sich:
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie über Messenger unerwartet zur Teilnahme an Abstimmungen, Gewinnspielen oder ähnlichen Aktionen aufgefordert werden. Öffnen Sie verdächtige Links nicht und scannen Sie keine QR-Codes, wenn Sie deren Zweck nicht eindeutig kennen. Werden Sie misstrauisch, wenn Sie nach dem Öffnen eines Links aufgefordert werden, sich erneut anzumelden, einen Code einzugeben oder einen QR-Code zu scannen.
Fragen Sie im Zweifel über einen anderen Kommunikationsweg bei der bekannten Person nach, ob die Nachricht tatsächlich von ihr stammt. Prüfen Sie in WhatsApp regelmäßig die mit Ihrem Konto verknüpften Geräte und entfernen Sie unbekannte Verbindungen. Aktivieren Sie die Verifizierung in zwei Schritten, um Ihr WhatsApp-Konto zusätzlich abzusichern.
Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden
Von 1.553 Betrugsfällen im Landkreis Konstanz konnte die Polizei 2025 1.264 aufklären, das sind 81,4 Prozent. Damit steht unser Kreis besser als das Land, wo 66,1 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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