Betrugswelle in Dessau-Roßlau: Falsche Inkassounternehmen und angebliche Polizisten

(Symbolbild)

In Dessau-Roßlau häuften sich in der vergangenen Woche Betrugsfälle, bei denen Bürger von gefälschten Inkassounternehmen und Betrügern, die sich als Polizisten ausgaben, kontaktiert wurden. Die Polizei registrierte zudem mehrere Verkehrsverstöße.

Unberechtigte Geldforderungen von Inkassounternehmen

Eine 46-jährige Frau erhielt zwischen dem 14. August und dem 10. September 2026 mehrfach Post von einem angeblichen Inkassounternehmen. In den Schreiben wurden Zahlungen von mehr als 350 Euro gefordert, angeblich für einen Vertragsabschluss mit einer in China ansässigen Firma. Die Geschädigte forderte das Unternehmen auf, Unterlagen und einen Nachweis des Vertragsabschlusses vorzulegen. Das Unternehmen kam dieser Aufforderung nicht nach. Die Frau zahlte nicht – ein finanzieller Schaden entstand nicht.

Eine 73-jährige Frau erhielt ebenfalls Post vom selben Inkassounternehmen mit der Forderung, knapp 280 Euro zu zahlen. Auch sie gibt an, sich niemals auf der Internetseite des Unternehmens befunden und keinen Vertrag abgeschlossen zu haben. Sie zahlte nicht.

Betrüger geben sich als Polizisten aus

Ein 72-jähriger Mann erstattete am 11. September Strafanzeige: Er und seine Frau erhielten am 10. September 2026 gegen 11:00 Uhr einen Anruf. Der Anrufer gab sich als Polizeibeamter aus und behauptete, es habe in einer Nachbarstraße einen Einbruch gegeben, bei dem ein Täter gefasst worden sei. Dieser habe eine Liste mit den Namen der Angerufenen bei sich gehabt. Der Mann erkannte den Betrugsversuch sofort und beendete das Gespräch, bevor es zu einer Geldforderung kam.

Eine 85-jährige Frau bekam am 10. September 2026 gegen 14:30 Uhr einen ähnlichen Anruf. Ein vermeintlicher Kriminalpolizist behauptete, nach einem Einbruch seien zwei Täter gefasst worden, die eine Liste mit zukünftigen Einbruchsopfern führten – inklusive Name und Adresse der Angerufenen. Die Frau erklärte, weder über Bargeld noch Wertgegenstände zu verfügen und kein Bankschließfach zu besitzen. Sie beendete das Gespräch und informierte danach die Polizei. Auch hier entstand kein finanzieller Schaden.

Trunkenheit am Steuer

Am 10. September 2026 gegen 21:10 Uhr kontrollierten Polizisten einen BMW auf dem Parkplatz Friederikenplatz. Die 39-jährige Fahrerin war zuvor entgegengesetzt der Fahrtrichtung von der Askanischen Straße in die Ludwigshafener Straße in Richtung Oranienbaumer Chaussee eingebogen. Bei der Kontrolle bemerkten die Beamten Alkoholgeruch. Ein Alkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von mehr als 1,3 Promille. Die Polizei ließ der Frau Blut entnehmen und untersagte ihr die Weiterfahrt. Eine Strafanzeige wurde gefertigt.

Verkehrsunfälle mit Sachschaden

Am 10. September 2026 gegen 06:45 Uhr beschädigte eine 37-jährige Fahrerin beim rückwärtigen Einparken in Dessau Alten im Schochplan mit ihrem Nissan einen geparkten Renault einer 47-Jährigen. Der Schaden an beiden Fahrzeugen betrug etwa 10.000 Euro.

Gegen 11:00 Uhr übersah ein 66-jähriger Fahrer eines Renault beim Linksabbiegen von der Amalienstraße in die Friedhofstraße einen entgegenkommenden Volkswagen. Der 62-jährige Fahrer des Volkswagens und ein 61-jähriger Mitfahrer im Renault wurden verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Der Sachschaden betrug etwa 30.000 Euro.

Gegen 12:20 Uhr touchierte ein 43-jähriger Fahrer eines Iveco-Lastkraftwagens beim Rangieren in der Mauerstraße einen Poller. Der Poller blieb unbeschädigt, das Fahrzeug nahm Schaden in Höhe von etwa 500 Euro.


Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden

Von 766 Betrugsfällen in Dessau-Roßlau konnte die Polizei 2025 615 aufklären, das sind 80,3 Prozent. Damit steht unsere Stadt besser als das Land, wo 67,9 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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