Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Baden-Württemberg am 4. Oktober überwiegend von schwerer Dürre betroffen. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe ist im Großteil des Landes deutlich zu trocken. Nur kleinere Bereiche, vor allem im Norden, deuten auf normale Bodenfeuchte hin.

Süden und Mitte am stärksten betroffen
Die roten Flächen dominieren im südlichen und mittleren Baden-Württemberg, insbesondere im Raum um Karlsruhe, Stuttgart und in der Umgebung von Heilbronn. Im Norden des Landes lockert sich die Situation etwas auf — hier sind die Trockenheitsgrade geringer und es gibt auch Bereiche mit grünen Tönen, die auf ausreichende Bodenfeuchte hindeuten. Der Osten zeigt ebenfalls schwere Dürre bis hinein ins Schwarzwälder Gebiet.
Regen der vergangenen Woche reicht nicht aus
In den vergangenen sieben Tagen fielen durchschnittlich 22,6 Millimeter Niederschlag — eine Menge, die den Oberboden kurzfristig etwas entspannt, aber die tieferen Bodenschichten nicht ausreichend regeneriert. Der Boden reagiert auf Wasserzufuhr träge, weil das Wasser Zeit braucht, bis es in die Tiefe eindringt. Die Temperaturen der vergangenen Woche lagen im Durchschnitt bei 18,4 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 29 Grad — das beschleunigt die Verdunstung zusätzlich. Für Landwirtschaft und Waldwirtschaft bedeutet dies, dass Kulturen und Bäume ihre Wasserspeicher nicht wieder aufgefüllt haben, die Belastung also anhält.
Aussichten für Niederschlag – praktisch kein Regen in Sicht
Die kommenden drei Tage bringen nur etwa 0,5 Millimeter Niederschlag — eine Menge, die der Boden kaum als Wasserquelle nutzen kann. Die erwartete Höchsttemperatur liegt bei 22,9 Grad Celsius. Ohne nennenswertere Niederschläge wird sich die Trockenheit in den tieferen Bodenschichten weiter verfestigen.
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