Bodenfeuchte Baden-Württemberg: 23,6 Millimeter Regen in 7 Tagen, Trockenheit bleibt

Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Baden-Württemberg ein gemischtes Bild: Während die vergangenen sieben Tage durchschnittlich 23,6 Millimeter Regen brachten, ist der Boden bis in 1,80 Meter Tiefe dennoch überwiegend von schwerer Dürre betroffen. Etwa 70 Prozent der Landesfläche weisen rote oder dunkelrote Färbung auf. Im Norden und Osten sind die Bedingungen am ungünstigsten; kleinere Bereiche im Westen zeigen moderate Dürre oder ungewöhnliche Trockenheit.

Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Osten am stärksten beeinträchtigt

Der Raum um Stuttgart und die östlichen Landesteile sind am deutlichsten von schwerer Dürre geprägt. Hier dominiert tiefrot und dunkelrot die Karte. Der Südwesten, insbesondere die Regionen um Freiburg und entlang des Rheins, zeigt etwas weniger intensive Trockenheit mit überwiegend roter Färbung. Der Norden Baden-Württembergs wird ebenfalls durch schwere bis extreme Dürre charakterisiert, mit einzelnen Flecken extremer Trockenheit. Nur vereinzelte Areale, etwa in Teilen des Schwarzwalds und der Schwäbischen Alb, weisen weniger trockene Bedingungen auf.

Oberflächenregen lindert Tiefentrocknung nicht

Die 23,6 Millimeter Niederschlag der vergangenen sieben Tage haben den Oberboden kurzfristig befeuchtet. Der tiefere Boden bis 1,80 Meter reagiert jedoch träge auf solche kurzfristigen Regenfälle. Die aktuelle Dürrekarte spiegelt daher eine anhaltende Wassermangelsituation wider, die sich über Wochen aufgebaut hat. Mit durchschnittlich 10,1 Grad Celsius war die vergangene Woche kühl, was die Verdunstung gebremst hat – eine kleine Entlastung für die Bodenfeuchte, die aber nicht ausreicht, um die Defizite auszugleichen.

Auswirkungen auf Landwirtschaft und Grundwasser

Die andauernde schwere Dürre beeinträchtigt die Herbstbestellung und gefährdet unterirdische Wasserspeicher. Grundwasserneubildung findet unter diesen Bedingungen kaum statt. Für Wälder bedeutet die Situation anhaltenden Trockenstress, auch wenn die kühleren Temperaturen der vergangenen Woche die Wasseraufnahme durch Evapotranspiration geringfügig vermindert haben.

Aussichten für Niederschlag – kaum Regen erwartet

Die kommenden drei Tage bringen nur 0,6 Millimeter erwarteten Niederschlag – deutlich zu wenig, um die Trockenheit des Bodens zu lindern. Die Höchsttemperatur wird auf 13,9 Grad Celsius prognostiziert, die Tiefsttemperatur auf 1,7 Grad Celsius. Ohne substanzielle Niederschläge wird sich der Trockenzustand vorerst nicht entspannen.

Den aktuellen Wetterbericht für Baden-Württemberg finden Sie hier.


Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

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