Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: 1,7 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit hält an

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Mecklenburg-Vorpommern ein gemischtes Bild. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass etwa 60 Prozent der Landesfläche von moderater Dürre (orange) betroffen sind, weitere 25 Prozent weisen schwere Dürre (rot) auf. Nur der Westen und Nordwesten sowie vereinzelte Bereiche im Süden zeigen hellgelbe Färbungen, die auf ungewöhnliche Trockenheit hindeuten. Der Norden und die Küstenregion weisen teilweise noch normale bis leicht feuchte Verhältnisse auf.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Schwerpunkt der Trockenheit im Osten und in der Mitte

Die roten und dunkelroten Flächen konzentrieren sich auf das östliche Binnenland sowie auf Teile der mittleren Regionen zwischen Rostock und Neubrandenburg. Hier herrscht schwere bis extreme Dürre vor. Das Mecklenburgische Seenland zeigt dagegen überwiegend orange Färbung mit einzelnen hellgelben Flecken. Der Nordwesten um Greifswald und die Küstengebiete profitieren von höherer Bodenfeuchte, allerdings auch dort in begrenztem Umfang.

Anhaltende Trockenheit bei geringem Niederschlag

In der vergangenen Woche fiel durchschnittlich nur 1,7 Millimeter Niederschlag — deutlich unter dem Normalwert. Die Durchschnittstemperatur lag bei 19,7 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 31,7 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Die bisherige Trockenphase bei gleichzeitig erhöhter Verdunstung wird die Bodenfeuchte in den bereits betroffenen Regionen weiter verringern.

Für die Landwirtschaft bedeutet dies eine fortgesetzte Belastung für Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen, die auf Bodenwasser angewiesen sind. Der Grundwasserneubildung schaden die fehlenden Niederschläge erheblich. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen Stresssymptome, die Waldbrandgefahr bleibt erhöht.

Aussichten für Niederschlag – 4,3 Millimeter erwartet

Für die kommenden drei Tage ist ein Niederschlag von etwa 4,3 Millimetern zu erwarten. Das reicht aus, um die Oberbodenschicht geringfügig zu befeuchten, wird aber in der tieferen Bodenschicht bis 1,80 Meter nur langsam wirksam. Die erwartete Höchsttemperatur liegt bei 22,2 Grad Celsius — moderate Werte, die die Verdunstung begrenzen. Insgesamt bleibt die Trockenheit in den betroffenen Regionen das bestimmende Merkmal.

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