Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: 12,4 Millimeter Regen in 7 Tagen – moderate Trockenheit im Osten

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Mecklenburg-Vorpommern ein gemischtes Bild. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung weist etwa 40 Prozent der Landesfläche als moderat trocken aus (orange Färbung), während rund 35 Prozent ungewöhnlich trocken sind (hellgelb) und 25 Prozent normale bis feuchte Bedingungen aufweisen (grüne und blaue Bereiche). Der Osten und die Mitte sind stärker betroffen als der Westen.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Osten und Mitte unter moderater Dürre

Die orange Färbung dominiert in der Mitte und im Osten des Landes, besonders zwischen der Mecklenburgischen Seenplatte und Vorpommern. Hier herrscht moderate Dürre vor. Der Westen entlang der Lübecker Bucht und einzelne Bereiche im Nordwesten zeigen hellgelbe bis grüne Färbung, was auf ungewöhnliche bis normale Bodenfeuchte hindeutet. Kleine violette Flecken im äußersten Nordosten deuten auf lokal etwas schärfere Bedingungen hin, bleiben aber die Ausnahme.

Regen ausreichend für die vergangene Woche

In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 12,4 Millimeter Niederschlag. Die Durchschnittstemperatur lag bei 16,9 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 23,3 Grad Celsius. Der Oberboden hat sich damit kurzfristig erholt, doch die tieferen Schichten bis 1,80 Meter reagieren träge auf solche Niederschläge. Die moderate Trockenheit in der Mitte und im Osten wird dadurch gedämpft, aber nicht aufgelöst.

Folgen für Landwirtschaft und Wasserversorgung

Für die Landwirtschaft stellt die moderate Trockenheit in den betroffenen Gebieten eine erhöhte Anforderung dar – künstliche Bewässerung kann hier notwendig werden. Der Grundwasserneubildung kommt der regelmäßige Niederschlag zugute; unter diesen Bedingungen findet eine langsame Auffüllung statt. Die weniger betroffenen westlichen Regionen sind derzeit entlastet.

Aussichten für Niederschlag – 7,1 Millimeter erwartet

Für die kommenden drei Tage wird mit 7,1 Millimetern Niederschlag gerechnet. Die Höchsttemperatur wird bei durchschnittlich 25,2 Grad Celsius liegen. Diese Menge reicht aus, um die Oberbodenschicht weiter zu stabilisieren, wird die Tiefe aber nicht wesentlich ändern. Die moderate Trockenheit im Osten sollte sich damit leicht abschwächen.

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