Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: 64,9 Millimeter Regen in 7 Tagen — Norden entlastet

[Teilweise zu trocken]

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Mecklenburg-Vorpommern ein gespaltenes Bild. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung belegt, dass der Norden und der Nordwesten der Landesfläche überwiegend gelb bis hellgelb gefärbt sind, was ungewöhnliche bis moderate Trockenheit anzeigt. Der Osten und Südosten hingegen zeigen dunkelrote und rote Bereiche, die auf extreme bis schwere Dürre hindeuten. Etwa 40 bis 45 Prozent der Landesfläche sind von schwerer oder extremer Dürre betroffen.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Starker Gegensatz zwischen Norden und Osten

Küstennah und in Vorpommern dominieren hellgelbe bis orange Färbungen. Hier ist die Bodenfeuchte ungewöhnlich bis moderat trocken. Die Region um Greifswald, Stralsund und die östlichen Landkreise zeigen dagegen überwiegend Rot und Dunkelrot — diese Gebiete sind von schwerer bis extremer Dürre betroffen. Die Mecklenburgische Seenplatte zeigt gemischte Werte zwischen Orange und Rot, während der Südwesten um Schwerin und Wismar eher gelb gefärbt ist.

Reichlich Niederschlag der vergangenen Woche

In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 64,9 Millimeter Niederschlag. Die Durchschnittstemperatur lag bei 17,6 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 24,5 Grad Celsius. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge — der Oberboden hat sich lokal erholt, die tieferen Schichten zeigen aber noch immer die Folgen der vorangegangenen Trockenphase. Der Gegensatz zwischen dem feuchteren Westen und dem trockenen Osten wird durch diese Niederschlagsverteilung erklärt, ist aber nicht vollständig aufgelöst.

Bedeutung für Wald und Landwirtschaft

Für die Regionen mit extremer und schwerer Dürre im Osten stellt die anhaltende Bodentrocknung eine Belastung dar. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen Stresssymptome; die Waldbrandgefahr bleibt erhöht. Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen sind auf verfügbares Bodenwasser angewiesen. Der Grundwasserneubildung schaden die bisherigen Defizite erheblich. Der Westen profitiert von den reicheren Niederschlägen und ist derzeit entlastet.

Aussichten für Niederschlag – 5,1 Millimeter erwartet

In den kommenden drei Tagen werden durchschnittlich 5,1 Millimeter Niederschlag erwartet. Die Höchsttemperatur soll 22 Grad Celsius erreichen. Diese Menge reicht nicht aus, um die Bodenfeuchte in den trockenen östlichen Regionen nennenswert zu verbessern. Die Bodenanfeuchtung wird gering bleiben.

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