Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: 66,2 Millimeter Regen in 7 Tagen – Norden entlastet

[Teilweise zu trocken]

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Mecklenburg-Vorpommern ein gemischtes Bild. Während der Norden und Westen überwiegend grün und hellgelb gefärbt sind und normale bis ungewöhnlich trockene Verhältnisse anzeigen, dominieren in der Mitte und im Osten orange bis rote Bereiche. Dort herrscht moderate bis schwere Dürre vor.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Osten trockener als der Norden

Die orange Färbung konzentriert sich auf Teile der Mecklenburgischen Seenplatte und Bereiche östlich davon. Rot tritt vereinzelt auf, besonders im südöstlichen Landesteil. Der Westen und Nordwesten zeigen grünliche bis hellgelbe Töne und deuten auf bessere Feuchteversorgung hin. Insgesamt sind etwa 40 bis 50 Prozent der Landesfläche von moderater bis schwerer Dürre betroffen, während der Rest normale oder nur ungewöhnlich trockene Bedingungen aufweist.

Regen der vergangenen Woche bremst die Austrocknung

In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 66,2 Millimeter Niederschlag – deutlich mehr als der bundesweite Durchschnitt. Die Durchschnittstemperatur lag bei 16,6 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 24,5 Grad. Diese Wasserzufuhr hat den Oberboden kurzfristig entlastet. Der Boden reagiert jedoch träge auf kurzfristige Niederschläge – die älteren Trockenheitsphasen wirken sich bis in tiefere Schichten aus. Daher zeigt die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung noch moderate bis schwere Trockenheit in mehreren Regionen.

Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser

Kulturen in der späten Wachstumsphase sind in den betroffenen Gebieten auf das verfügbare Bodenwasser angewiesen. In den Bereichen mit moderater bis schwerer Dürre kann künstliche Bewässerung notwendig werden. Die Grundwasserneubildung profitiert jedoch von den jüngsten Niederschlägen – eine kontinuierliche Wasserzufuhr ist wichtig, um die Speicher wieder aufzufüllen. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen der Mitte und des Ostens zeigen Stresssymptome.

Aussichten für Niederschlag – weitere 5,6 Millimeter erwartet

In den kommenden drei Tagen werden durchschnittlich 5,6 Millimeter Niederschlag erwartet. Die erwartete Höchsttemperatur liegt bei 22,5 Grad Celsius. Diese zusätzliche Wasserzufuhr wird den Boden in den betroffenen Regionen weiter stabilisieren, reicht aber nicht aus, um die Dürre schnell zu überwinden. Eine schrittweise Entspannung ist möglich, wenn der Regen anhält.

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