Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: 56,3 Millimeter Regen in 7 Tagen — Norden entspannt

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Mecklenburg-Vorpommern ein gemischtes Bild. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung belegt, dass etwa 40 Prozent der Landesfläche von moderater Dürre (orange) betroffen sind, während rund 35 Prozent schwere Dürre (rot) aufweisen. Der Westen und Nordwesten sind mit hellgelben Bereichen ungewöhnlich trocken. Nur kleinere Flächen im äußersten Norden zeigen normale Feuchte.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Osten unter stärkerer Belastung

Die roten Flächen konzentrieren sich auf den Südosten und die Mitte des Landes — besonders zwischen Rostock und der Lausitz sind schwere Dürrezustände verbreitet. Dunkelrote Pixel, die extreme Dürre anzeigen, erscheinen vereinzelt im äußersten Osten. Der Westen und die Küstenregion profitieren von besseren Feuchtegehalten, die orange bis hellgelb ausfallen. Diese regionale Differenzierung spiegelt unterschiedliche Niederschlagsmuster der vergangenen zwei Wochen wider.

Kühle Woche mit ausreichend Regen

In der vergangenen Woche fiel durchschnittlich 56,3 Millimeter Regen — damit liegt der Niederschlag deutlich über langfristigen Durchschnittswerten für September. Die Durchschnittstemperatur betrug 16,9 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 24 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge, da die Kartenwerte ein 14-Tage-Mittel darstellen. Die ausreichende Wasserzufuhr der vergangenen Woche erklärt die hellgelben bis orangen Färbungen im Westen; die älteren trockenen Phasen des Zweiwochen-Zeitraums wirken sich noch auf den Südosten aus.

Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser

Die schwere Dürre im Südosten gefährdet das verfügbare Bodenwasser für Herbstkulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen. Der Grundwasserneubildung helfen die bisherigen Niederschläge nach der trockeneren Phase teilweise; eine vollständige Auffüllung der Speicher ist unter dem Durchschnitt des Kartenzeitraums aber nicht zu erwarten. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen des Ostens zeigen mögliche Stresssymptome. Der Westen mit besseren Feuchtegehalten bleibt entlastet.

Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen

Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten. Die Temperaturen bleiben moderat mit Höchstwerten um 19,6 Grad Celsius. Ohne zusätzliche Wasserzufuhr wird die Bodenfeuchte in den bereits betroffenen Regionen des Südostens stagnieren oder leicht abnehmen.

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