Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Mecklenburg-Vorpommern ein gemischtes Bild. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt überwiegend hellgelbe bis orangefarbene Bereiche, die auf ungewöhnliche bis moderate Trockenheit hindeuten. Der Norden und Nordwesten sind dabei deutlich besser versorgt — hier überwiegen gelbliche Töne. Im Südosten und Osten treten rötliche Flecken auf, die auf schwere Dürre hinweisen. Insgesamt etwa 40 Prozent der Landesfläche sind von moderater Dürre betroffen, etwa 20 Prozent zeigen schwere Trockenheit. Der Norden mit hellgelben und vereinzelten weißen Flecken bleibt entlastet.

Südosten unter schwerer Dürre, Norden grün
Die roten Pixel konzentrieren sich auf die Region zwischen Greifswald und der Mecklenburgischen Seenplatte im Südosten — hier herrscht schwere Dürre vor. Das Küstenland und der Westen bis zur Lübecker Bucht sind dagegen gelb bis hellgelb gefärbt und zeigen ungewöhnliche bis moderate Trockenheit. Im äußersten Norden erscheinen einzelne grüne Töne, die auf ausreichende Bodenfeuchte hinweisen.
Vergangene 7 Tage: 56,3 Millimeter Regen — Oberboden erholt sich
In der vergangenen Woche fiel durchschnittlich 56,3 Millimeter Niederschlag. Diese Menge hat den Oberboden deutlich entlastet — die hellgelben bis orangefarbenen Bereiche auf der Karte spiegeln diese Erholung wider. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Die Tiefe bis 1,80 Meter zeigt daher die längerfristige Trockenheit der vorangegangenen Wochen. Die Durchschnittstemperatur der vergangenen sieben Tage lag bei 16,8 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 23,7 Grad Celsius — moderate Werte ohne zusätzliche Belastung.
Einordnung für Landwirtschaft und Grundwasser
Die moderate Dürre im Süden und Osten erfordert bei empfindlichen Kulturen in späten Wachstumsphasen Aufmerksamkeit, beeinträchtigt die Versorgung aber nicht kritisch. Der Grundwasserneubildung kommt die Niederschlagsmenge der vergangenen Woche zugute — unter diesen Bedingungen findet eine moderate Auffüllung statt. Der Norden profitiert von besseren Bedingungen und zeigt keine Belastung für Land- und Forstwirtschaft.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten 3 Tagen
Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten. Die Höchsttemperaturen werden auf 19,6 Grad Celsius steigen. Ohne zusätzliche Wasserzufuhr wird sich die Bodenfeuchte in den bereits trockenen Bereichen des Südostens weiter verringern.
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