Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Mecklenburg-Vorpommern ein gemischtes Bild: Während der Westen und die Mitte des Landes überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, dominieren im Osten und Südosten moderate bis schwere Trockenheitsgrade. Etwa 45 Prozent der Landesfläche ist von moderater oder schwerer Dürre betroffen.

Osten und Südosten deutlich trockener
Der Süden und Osten Mecklenburg-Vorpommerns zeigen auf der Karte überwiegend orange und rote Färbung, die für moderate und schwere Dürre stehen. Besonders zwischen der Mecklenburgischen Seenplatte und der Grenze zu Brandenburg wird der Mangel an Bodenwasser sichtbar. Der Nordwesten und die Küstenregionen hingegen präsentieren sich grün bis gelblich und deuten auf ausreichend verfügbares Wasser bis in die Tiefe von 1,80 Metern hin.
Niederschlag der vergangenen Woche stabilisiert die Lage teilweise
In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 19,3 Millimeter Niederschlag. Diese Menge hat den Oberboden in vielen Bereichen angefeuchtet, wirkt sich aber auf die tieferen Bodenschichten noch verzögert aus — der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert träge auf kurzfristige Niederschlagsereignisse. Die durchschnittliche Temperatur der vergangenen sieben Tage betrug 10,8 Grad Celsius. Für die Landwirtschaft bedeutet die schwere Dürre im Osten bereits Herausforderungen bei der Wassernachverfügbarkeit für noch wachsende Kulturen.
Aussichten für Niederschlag – wenig Entlastung erwartet
In den kommenden drei Tagen werden lediglich 6,4 Millimeter Niederschlag erwartet. Diese geringe Menge reicht nicht aus, um die Bodentrockenheit in den betroffenen Regionen merklich zu lindern. Die Höchsttemperaturen werden auf etwa 11,9 Grad Celsius steigen, bei Tiefstwerten um 4,9 Grad Celsius — eine typische Herbstwitterung, die die Verdunstung begrenzt.
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