Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Mecklenburg-Vorpommern ein gemischtes Bild. Der Norden und Westen des Landes weisen normale bis leicht erhöhte Bodenfeuchte auf. Der Süden und Osten dagegen sind deutlich trockener: Hier dominieren moderate Dürre und schwere Dürre bis in eine Tiefe von 1,80 Meter.

Süden und Osten mit moderater bis schwerer Dürre
Das Gebiet zwischen Schwerin und der mecklenburgischen Seenplatte wird von orangefarbenen Flächen geprägt — ein Zeichen für moderate Dürre. Im Osten, insbesondere in der Uckermark und entlang der Oder, zeigt sich rote Färbung. Diese steht für schwere Dürre und deutet darauf hin, dass der Boden dort erheblich an Wasser verliert. Der Norden und Nordwesten, einschließlich der Küstenregion, sind dagegen grün bis gelb gefärbt und weisen normale bis nur leicht erhöhte Trockenheit auf.
Niederschlag der vergangenen Woche bestätigt regionale Unterschiede
In der vergangenen Woche fiel im Landesdurchschnitt 26,7 Millimeter Regen — eine moderate Menge. Diese Niederschläge haben sich jedoch ungleich verteilt. Der Norden profitierte stärker, während der Süden und Osten weniger Wasser erhielten. Weil die Karte den Boden bis 1,80 Meter Tiefe abbildet, reagiert dieser träge auf kurzfristige Regenfälle. Die Niederschläge der vergangenen Woche befeuchten daher zunächst den Oberboden; die tieferen Schichten werden sich erst verzögert erholen.
Folgen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt
Für die Landwirtschaft bedeutet die schwere Dürre im Osten und Südosten Stress für Kulturen, die noch im Boden wurzeln. Besonders Wintergetreide und Raps benötigen in dieser Jahreszeit Wasser in tieferen Bodenschichten, um über den Winter zu kommen. In der gemäßigten Zone (Norden und Westen) sind die Bedingungen dagegen unauffällig. Für die Grundwasserneubildung bleibt das Defizit im Südosten jedoch relevant — die Speicher werden nicht ausreichend aufgefüllt.
Aussichten für Niederschlag – 22,2 Millimeter in den kommenden drei Tagen erwartet
In den nächsten drei Tagen werden durchschnittlich 22,2 Millimeter Regen erwartet. Das ist eine nennenswerte Menge, könnte aber die Defizite im Süden und Osten nur teilweise ausgleichen. Die Temperaturen bleiben mit einer erwarteten Höchsttemperatur von 11,3 Grad moderat, sodass die Verdunstung gering ausfällt und der Regen effizienter in den Boden eindringt.
Den aktuellen Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.
Mehr zum Wetter und den Folgen:
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.
