Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt ein gemischtes Bild für Mecklenburg-Vorpommern. Der Norden und Westen des Landes weisen überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse auf. Im Süden und besonders im Osten dominieren hingegen trockene Bedingungen – hier sind moderate Dürre und schwere Dürre verbreitet. Ein Streifen mit extremer Dürre zieht sich vom südöstlichen Landesteil bis in die Uckermark.

Süden und Osten deutlich trockener
In Regionen wie der Mecklenburgischen Seenplatte und dem Darß zeigt die Karte vorwiegend hellgelb gefärbte Flächen, die auf ungewöhnlich trockene Bodenverhältnisse hindeuten. Nach Südosten hin, insbesondere rund um Neubrandenburg und in Richtung der polnischen Grenze, intensiviert sich die Trockenheit: orange gefärbte Zonen (moderate Dürre) wechseln mit roten Feldern (schwere Dürre). Die dunkelroten Bereiche deuten an, dass dort extreme Dürrezeichen im Boden bis 1,80 Meter Tiefe messbar sind – ein statistisches Phänomen, das etwa alle 30 Jahre auftritt.
Regen belastet Tiefenschichten bisher wenig
In den vergangenen sieben Tagen fiel durchschnittlich 27,2 Millimeter Regen – eine Menge, die oberflächlich zur Erholung beiträgt. Der Boden bis in die Tiefe von 1,80 Meter reagiert auf Niederschlag jedoch träge. Das 14-Tage-Mittel der Dürrekarte zeigt daher noch die Folgen längerer trockener Perioden. Die Durchschnittstemperatur der vergangenen sieben Tage betrug 9,7 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 13,8 Grad – vergleichsweise moderat für Oktober.
Aussichten für Niederschlag – geringe Regenmengen erwartet
In den kommenden drei Tagen werden durchschnittlich 14,3 Millimeter Niederschlag erwartet. Die Höchsttemperaturen sollen bei etwa 12 Grad Celsius liegen, die Tiefsttemperaturen bei 7,8 Grad. Diese Regenmengen reichen aus, um den Oberboden kurzfristig zu befeuchten, dürften aber nicht ausreichen, um die tieferen Schichten, die derzeit in Dürre sind, nachhaltig aufzufüllen.
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